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Ursachen und Gegenmittel gegen Sodbrennen


Auf dieser Seite werden die Ursachen von Sodbrennen und mögliche Gegenmaßnahmen ausführlich erklärt und diskutiert.

Sodbrennen
© Starast | Dreamstime.com
Der brennende, unangenehme Schmerz direkt hinter dem Brustbein (siehe rote Markierung im Bild) ist ein typisches Symptom für Sodbrennen. Viele Menschen leiden entweder chronisch oder wenigstens gelegentlich an Sodbrennen.
Dabei wissen viele Betroffene gar nicht, woher dieses Brennen eigentlich kommt und warum es meist von „saurem Aufstoßen“ begleitet wird.

Woher kommt Sodbrennen?

„Geburtsstätte“ des Sodbrennens ist der Magen – genauer gesagt der Magensaft. Die darin enthaltende Magensäure ist für eine gründliche Verdauung essenziell und erfüllt außerdem eine Schutzfunktion: Sie beseitigt unerwünschte Bakterien, die etwa während der Nahrungsaufnahme in den Magen gelangen.
Steigt diese Magensäure nun nach oben, führt dies zu Reizungen in der Speiseröhre, die wir als Schmerzen im Bereich des hinteren Brustbeins wahrnehmen.

Warum haben wir Sodbrennen?

Die Ursachen für Sodbrennen sind enorm vielfältig. Die häufigsten Ursachen ist beispielsweise eine verstärkte Produktion von Magensäure oder ein geschwächter Schließmuskel.

Ebenso vielfältig sind die Auslöser, die akutes Sodbrennen hervorrufen. Hier zählt zu hastiges Essen zu den am häufigsten beobachteten Faktoren. Auch bestimmte Lebensmittel, Arzneimittel oder Stress können akutes Sodbrennen auslösen.
Eine gewisse Veranlagung zu Sodbrennen oder anderen Magenbeschwerden spielt meist eine wichtige Rolle.

Ab wann wird Sodbrennen gefährlich?

Normalerweise ist gelegentlich auftretendes Sodbrennen nicht gefährlich. Tritt es jedoch über einen längeren Zeitraum und häufiger auf, sollte ein Arzt konsultiert werden. Lang anhaltende Reizungen der Schleimhäute, die unsere Speiseröhre schützen, können ernst zunehmende Folgen haben.

Chronisch auftretendes Sodbrennen, also häufiger als zweimal in der Woche, wird als gastroösophageale Refluxkrankheit beschrieben. Diese langfristige Refluxerkrankung kann zu Schädigungen und Entzündungen der Speiseröhre führen, bis hin zu Veränderungen der Schleimhaut und zu Geschwüren. Allerdings sind derartige Extreme eher selten.

Wie kann ich Sodbrennen verhindern?

Gerade wenn bekannt ist, dass man zu Sodbrennen neigt, sollte ein besonderes Augenmerk auf der Ernährung liegen.

Vermieden werden sollten beispielsweise:

  • zu viel Fett,
  • zu viel Zucker,
  • große Mahlzeiten (lieber öfter und dafür kleinere Portionen essen),
  • und gewisse Nahrungsmittel. Diese provozieren akutes Sodbrennen in dem sie den Magensäureausstoß fördern. Zu ihnen gehören Kaffee, Tomaten, Fruchtsäfte, Zitrusfrüchte oder auch Cola.

Ideal sind hingegen leichte Fischgerichte, mageres Fleisch oder Gemüse.

Wie kann Sodbrennen behandelt werden?

Ranitidin Ratiopharm
Medikament gegen Sodbrennen
Um Sodbrennen den Garaus zu machen sollte der Behandlungsfokus prinzipiell auf der Magensäure liegen.
In der Apotheke sind rezeptfreie Medikamente zur Behandlung des akuten Sodbrennens erhältlich.
Diese wirken auf unterschiedliche Weise:
  • durch die Bindung überschüssiger Magensäure
  • durch Hemmung der Säureproduktion

Derartige Säureblocker können schnelle Linderung verschaffen, sollten jedoch nicht dauerhaft eingenommen werden.

„Was die Großmutter noch wusste“ – Hausmittel bei Sodbrennen

Hausmittel gehören noch immer zu den ersten Ideen, wenn uns lästige Blessuren wie Sodbrennen oder Schluckauf plagen. Doch was hilft wirklich und was gehört in die Kategorie „Märchen“?
Tatsächlich gibt es auch bei Sodbrennen einige bekannte Hausmittelchen:

Milch

Noch immer hält sich der Aberglaube Milch wäre ein Wundermittel gegen Sodbrennen hartnäckig. Tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um einen Mythos. Im Gegenteil: Experten gehen mittlerweile davon aus, dass Milch die Angelegenheit sogar noch verschlimmern könnte, denn sie weist einen leicht sauren pH-Wert auf.

Tee

Tatsächlich kann Tee gegen Sodbrennen helfen. Allerdings bekämpft er nicht den eigentlich Auslöser, sondern hilft dabei, die aufsteigenden Magensäfte wieder zurück zu spülen. Generell wäre also Wasser genauso geeignet. Tee bietet allerdings eine gewisse beruhigende Wirkung auf den Darm – lediglich auf starke Früchtetees sollte verzichtet werden.

Schnaps

Zur Verdauung trägt er prinzipiell bei, doch Vorsicht bei Sodbrennen: Alkohol provoziert die Bildung von Magensäure zusätzlich!

Fazit:

Sodbrennen gehört eindeutig zu den nervenraubendsten Beschwerden. Tritt er gelegentlich auf, kann mit rezeptfrei erhältlichen Medikamenten aus der Apotheke Abhilfe geschaffen werden.
Bei chronischen Beschwerden hilft jedoch nur der Arzt, denn hinter den Beschwerden könnte sich eine ernst zu nehmende Krankheit verstecken.

Im Idealfall vermeidet man jedoch schon im Voraus Lebensmittel, die negativ auf die Säureproduktion wirken – Kaffee, Zucker und Fett sollten kurz gehalten werden. Dies gilt insbesondere für Menschen, die bereits häufiger unter Sodbrennen leiden.

Stress und zu große, hastig heruntergeschlungene Mahlzeiten sollten außerdem vermieden werden. Gesunde, leichte Nahrung ohne Stress kann das unangenehme Brennen also unter Umständen schon vorab im Keim ersticken.


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Autorin: Alexandra Ingenpaß
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Letztes Update dieser Seite: 28.04.2016 - 20:53:05