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Geschichte des Computers

Auf dieser Seite finden Sie eine ausführliche Geschichte des Computers ausgehend von ersten Rechenmaschinen wie dem Abakus bis hin zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Smartphones.

Ursprünge des Computers

Der Computer so wie wir ihn heute für die verschiedensten Arbeits- und Freizeitbereiche nutzen funktioniert nach dem Prinzip der Eingabe von Daten, dabei basiert seine Entwicklung auf einer einfachen Rechenmaschine. Je nach Programmierung des Rechners werden die Daten entsprechend verarbeitet und erscheinen als Ergebnis zum Beispiel in der Form von Texten, Tabellen, Bildern oder Diagrammen. Bis zu seiner heutigen Arbeitsweise unterlag der Computer einer jahrtausendlangen Entwicklung, deren Anfänge sich in einer Rechenhilfe, die ca. 1100 vor Chr. als sogenannter Abakus in Indochina erfunden wurde, wieder findet.
Der Abakus, aus dem lateinischen übersetzt die Tafel oder das Brett, wird seit über 3000 Jahre als Hilfsmittel zum Lösen von Rechenaufgaben verwendet, er ähnelt im Aufbau dem Rechenbrett des Pythagoras. Der wesentlichste Bestandteil des Rechenhilfsmittels besteht aus einem Rahmen, welcher mit Rillen ausgestattet ist. Dieser dient zur Befestigung von Stäben, auf denen Perlen beziehungsweise Kugeln aufgezogen werden.

Die Funktionsweise des Abakus orientiert sich an einem Wertesystem, indem die jeweiligen Positionen der einzelnen Kugeln eine Zahl verkörpern. Dabei beherrscht er die Grundrechenarten, wie Multiplikation, Addition sowie Division und Subtraktion. Die Japaner begannen ca. 1600 nach Chr., den Abakus als Rechenhilfsmittel einzusetzen. In den nächsten Jahrhunderten fand der Abakus seinen Weg nach Europa und wurde ebenso von den Griechen wie von den Römern genutzt. Erst im 17. Jahrhundert nach der Erfindung der mechanischen Rechenmaschine verlor der Abakus seinen Stellenwert als Rechenhilfsmittel. Zwar kommt er in abgelegenen Teilen der Erde heute noch zum Einsatz, aber in der Regel wird er nur noch als Kinderspielzeug verwendet.

Die ersten Computer

An der Entwicklung der Rechenmaschine arbeiteten in den nächsten Jahrhunderten viele Gelehrte, unter anderem der Franzose „Blase Pascal“, der 1642 die erste Addiermaschine, die selbstständig die Berechnungen von sechsstelligen Zahlen in der Subtraktion und Addition durchführen konnte. Zwar war die Rechenmaschine in der Theorie perfekt durchdacht, allerdings stellte sich die Produktion als problematisch dar.
Oft fehlte es an geeignetem Material sowie an den nötigen finanziellen Mitteln, denn trotz zahlreicher neu entwickelter Rechenmaschinen im 19. Jahrhundert, begann der Bau der Rechenapparate in Serie erst zum Ende des auslaufenden Jahrhunderts in den USA. Aufgrund der Modernisierung von Großraumbüros und einem kontinuierlichen technischen Fortschritt ließ sich die weitere Entwicklung nicht mehr aufhalten. Mit Unterstützung der Elektrizität wurden diese Geräte dann nicht mehr per Handkurbel, sondern mit einem Elektromotor betätigt, welcher die Funktionsweise des Rechenapparates effektiver machte.

Die erste elektronische Datenverarbeitungsanlage entstand dann im 20. Jahrhundert, der Bauingenieur Konrad Zuse stellte im Frühjahr 1941 den ersten Computer, der programmierbar und automatisch gesteuert werden konnte, fertig. Das Gerät besaß eine Zentralrecheneinheit sowie einen Speicher, allerdings konnten noch keine Programmschleifen eingebaut werden. Außerdem war er mit einer wesentlich geringeren Leistung ausgestattet als die heutigen Computer und in seiner Größe noch sehr unhandlich sowie platzraubend, bildete er jedoch die Vorstufe zu den EDV-Geräten der Zukunft. Somit ist die Erfindung des Computers einem Deutschen zuzusprechen, der die Funktionsweise der Rechenmaschine ausbaute und mit seinen Maschinen „Z1„ sowie „Z3„ den Grundstein für den heutigen Computer, als ersten weltweiten Digitalrechner, legte.
Die Eingabe der Daten erfolgte mithilfe von Lochkarten, diese wurden zur Speicherung von Kundeninformationen eingesetzt, sowie zur Bearbeitung und zur Nutzung neu entwickelter Programme. Bereits 1960 übernahmen magnetische Datenträger diese Aufgaben, damit hatte die elektronische Speicherung durch Magnetplatten und Magnetbändern begonnen. Zur Erfassung der Daten wurden immer mehr Disketten als Träger von Informationen genutzt, so fand der Computer in den USA seine Verwendung überwiegend in der Gehalts- und Lohnabrechnung.
Erstmals 1965 wurden in der BRD EDV-Anlagen eingesetzt, um Prognosen für die Bundestagswahlen zu erstellen.

Computer in den 60ziger und 70ziger

So fand der Computer in den verschiedensten Bereichen immer mehr Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel als Verkehrsrechner, der zur Berechnung der Nutzung von Verkehrsräumen in Innenstädten gebraucht wird. Weitere Speichermedien werden entwickelt und 1966 ist mit dem Lichtleiterkabel ein neuer Weg für Übertragungen von immer größeren Mengen an Daten gegeben. Die sperrigen Röhren und Relais, die in den 50er Jahren noch dafür sorgten, dass der Computer sehr viel Platz brauchte, wurden ab 1970 mehr und mehr von wesentlich kleineren Transistoren ersetzt. Da diese für die Steuerung und Schaltung der elektrischen Impulse verantwortlich waren, nahmen die Modelle der Rechner immer platzsparende Formen an. Die Verkleinerung der Transistoren ging bis auf wenige Mikrometer zurück, so konnten immer mehr Bauelemente miteinander verbunden werden.

Bereits 1971 ging dann in den USA der erste Mikroprozessor in Großproduktion, welcher die gesamten Bauelemente des Prozessors auf nur einen Mikrochip festlegte. Der Prozessor, der aus verschiedenen Elementen besteht, sorgt mithilfe der Software dafür, dass weitere Teile des Computers aktiviert und kontrolliert werden. So können die eingegebenen Daten zu den gewünschten Informationen verarbeitet werden.
Kurze Zeit später 1972 brachte die Firma Atari das erste Videospiel auf den Markt und die Firma Microsoft wurde von Bill Gates ins Leben gerufen. Im Jahre 1977 begann dann die Industrie immer mehr Maschinen, die durch Computer gesteuert wurden, zur Güterproduktion einzusetzen. Selbst in der Medizin fand der Computer seinen Aufgabenbereich zum Beispiel in der Tomografie zur Bildwiedergabe der inneren Organe.

Computer in den 80ziger

In den 80er Jahren wurde dann die Entwicklung des Heimcomputers besonders von „Steve Jobs“ und „Steve Wozniak“, mit ihrer Firma Apple, kontinuierlich weiter verfolgt. Allerdings lagen diese Geräte, für den normal Verbraucher noch in einer viel zu hohen Preisklasse und mit einem Mikroprozessoren von 8 Bits (= 1Byte) und einem Arbeitsspeicher von 64 KB, waren sie nicht sehr leistungsstark.
Eine Verbesserung gelang 1983 mit dem Bürocomputer „Lisa“, denn mit ihm brachte Apple ein Gerät auf den Markt, welches mit einem Betriebssystem ausgestattet war deren Benutzeroberfläche eine grafische Darstellung besaß und erstmalig ließ sich die Bedienung mit einer sogenannten Computer-Maus steuern. In den nächsten Jahren reduzierten sich langsam die Preise und die Geräte waren überwiegend mit „CD-ROM-Laufwerke“ erhältlich.
Die Entwicklung von Prozessoren mit immer stärkerer Leistungsfähigkeit erweiterte sich ständig, Bill Gates konstruierte die Software MS-DOS sowie Windows und 1988 stellte Steve Jobs den Rechner MS-DOS vor. Wenig später war bereits der erste Computervirus im Umlauf.

Personal Computer entsteht in den 90ziger Jahren

Zu Beginn der 90er Jahre nahm der „private Rechner“, der sogenannte Personal Computer kurz PC genannt seinen Platz im EDV-Bereich ein. Dieser PC eignete sich ebenso für berufliche wie für private Aufgaben und mit seinen relativ günstigen Anschaffungskosten, war er der ideale Heimcomputer. Von den verschiedensten Computerfirmen wurden immer leistungsstärkere Betriebssysteme, wie Windows 3 oder Linux bis zu Windows 95, um nur einige zu nennen, auf den Markt gebracht.
1992 vergrößerte sich das Aufnahmevermögen einer Festplatte zur Speicherung von Daten auf über 1 Gigabyte, damit steigerte sich kontinuierlich die Möglichkeit der Informationssicherung.

Zum verstärkten Datenaustausch und zur internationalen Kommunikation trug der „Netcape Browser“ mit seinem Start 1993 bei. Das Internet, unter dem die Verbindung der verschiedenen Computernetze zu verstehen ist, konnte so von der Allgemeinheit leichter genutzt werden. Ursprünglich vom amerikanischen Verteidigungsministerium initiiert, begann 1969 die Entwickelung des Internets zur Vernetzung von Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten und war zuerst nur für eine Minderheit zugänglich. Heute wird es neben der reinen Beschaffung von Informationen als „World Wide Web“(WWW) genutzt sowie zur E-Mail Versendung beziehungsweise zur Weiterleitung von großen Datenmengen und zur Steuerung von EDV-Anlagen aus größerer Entfernung.

Mit immer moderneren Konstruktionen kommen 1998 Rechner auf den Markt, die Monitor und Computer in einem Gehäuse vereinen und deren Festplatte eine Speicherkapazität von über 40 GB besitzen. Wobei sich die Aufnahmefähigkeit in den nächsten Jahren stetig steigern wird. Nach 2001 sind Programme, die das Handy computerfreundlicher machen, zur Speicherung sowie Übertragung von Musik, Bilder und Nachrichten, verfügbar.
Aus diesem Gerät entsteht dann das Smartphone, das sowohl die Funktion des Mobiltelefons besitzt, aber gleichzeitig auch die Fähigkeiten des Computers beinhaltet. Heute ist es unter anderem als digitales Abspielgerät für Videokameras zu nutzen und mit einem integrierten Navigationsgerät ausgestattet, damit kamen in den nächsten Jahren eine wahre Programmflut, die sogenannten Apps, auf den Markt. Bereits 2001 startete das größte Lexikon, das online verfügbar war, mit dem Namen Wikipedia ist es zum ausführlichsten Nachschlagewerk der Welt geworden.

Im Jahr 2002 erlangte das Notebook mehr und mehr an Markpräsents, mit seiner handlichen Größe vereinigt es Tastatur, Laufwerk sowie Bildschirm welche in das Gehäuse des aufklappbaren Computers eingebaut sind. Mit der Entwicklung von Prozessoren, die diesen PC mit immer mehr Leistungsfähigkeit ausstatteten, verliert der Platz raubende Tischrechner mehr und mehr an Bedeutung. Neben der Technologie des ISDN wird nun auch vermehrt die Anschlussmöglichkeit des DSL für das Internet genutzt. Es bietet ebenfalls die Vielfält des Kommunikationsangebots, wie gleichzeitig zu telefonieren, im Internet zu surfen sowie Faxe zu verschicken.

Der Computer heute

Aus dem Smartphone entwickelte sich 2007 das iPhone, das über eine mehrfache Touch-Funktion verfügt und 2008 kommt mit dem Netbook eine kleinere und leistungsschwächere Variante des Notebooks auf den Markt. Welches in seiner Funktion gegenüber dem Notebook eingeschränkt ist sich dafür in seiner Mobilität auszeichnet, da es so gut wie in jede Handtasche passt.
Mittlerweile liegen 2010 die Speicherfähigkeiten der Festplatten bei 3 Terabyte, in der Ausführung der Computer scheint die weitere Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen, die Bedienung der Geräte geht 2013 immer mehr in Richtung Touchscreen, sodass abzuwarten bleibt, inwieweit Maus und Tastatur in der Zukunft noch genutzt werden. Mit dem Tablet-Computer welches dem Notebook nur ohne Tastatur in der Ausführen gleich kommt, geht die Tendenz zu handlichen und bedienungsfreundlichen Geräten.

Ebenso hat der Computer in den letzten Jahren einen immer größeren Platz in der heutigen Kommunikationsgesellschaft eingenommen. Sowohl in der Berufswelt wie in der Freizeit und im Privatleben ist er unentbehrlich geworden. Durch seine Entwicklung wurde die Verbindung der verschiedenen Dienste, der Datenübertragung und der Telekommunikation, erst möglich. Die unterschiedlichsten Techniken können heute in einem Computer vereinigt werden, als Fernseher, Radio, Telefon und für den elektronischen Postaustausch, über Grenzen hinweg, erfüllt er seine Aufgabe. Sowie mit der größten Datensammlung der Welt und der Steuerung ganzer Rechen- und Produktionszentren, scheinen sowohl auf der Erde wie im Weltall seine Kapazitäten für die Zukunft noch lange nicht erschöpft.

Die Geschichte geht also weiter.

Autor dieses Artikels: Lilly Brandt
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