Die Funktionsweise des Abakus orientiert sich an einem Wertesystem, indem die jeweiligen Positionen der einzelnen Kugeln eine Zahl verkörpern. Dabei beherrscht er die Grundrechenarten, wie Multiplikation, Addition sowie Division und Subtraktion. Die Japaner begannen ca. 1600 nach Chr., den Abakus als Rechenhilfsmittel einzusetzen. In den nächsten Jahrhunderten fand der Abakus seinen Weg nach Europa und wurde ebenso von den Griechen wie von den Römern genutzt. Erst im 17. Jahrhundert nach der Erfindung der mechanischen Rechenmaschine verlor der Abakus seinen Stellenwert als Rechenhilfsmittel. Zwar kommt er in abgelegenen Teilen der Erde heute noch zum Einsatz, aber in der Regel wird er nur noch als Kinderspielzeug verwendet.
Die erste elektronische Datenverarbeitungsanlage entstand dann im 20. Jahrhundert, der Bauingenieur Konrad Zuse stellte im Frühjahr 1941 den ersten Computer, der programmierbar und automatisch gesteuert werden konnte, fertig. Das Gerät besaß eine Zentralrecheneinheit sowie einen Speicher, allerdings konnten noch keine Programmschleifen eingebaut werden. Außerdem war er mit einer wesentlich geringeren Leistung ausgestattet als die heutigen Computer und in seiner Größe noch sehr unhandlich sowie platzraubend, bildete er jedoch die Vorstufe zu den EDV-Geräten der Zukunft. Somit ist die Erfindung des Computers einem Deutschen zuzusprechen, der die Funktionsweise der Rechenmaschine ausbaute und mit seinen Maschinen „Z1„ sowie „Z3„ den Grundstein für den heutigen Computer, als ersten weltweiten Digitalrechner, legte.
Die Eingabe der Daten erfolgte mithilfe von Lochkarten, diese wurden zur Speicherung von Kundeninformationen eingesetzt, sowie zur Bearbeitung und zur Nutzung neu entwickelter Programme. Bereits 1960 übernahmen magnetische Datenträger diese Aufgaben, damit hatte die elektronische Speicherung durch Magnetplatten und Magnetbändern begonnen. Zur Erfassung der Daten wurden immer mehr Disketten als Träger von Informationen genutzt, so fand der Computer in den USA seine Verwendung überwiegend in der Gehalts- und Lohnabrechnung.
Erstmals 1965 wurden in der BRD EDV-Anlagen eingesetzt, um Prognosen für die Bundestagswahlen zu erstellen.
Bereits 1971 ging dann in den USA der erste Mikroprozessor in Großproduktion, welcher die gesamten Bauelemente des Prozessors auf nur einen Mikrochip festlegte. Der Prozessor, der aus verschiedenen Elementen besteht, sorgt mithilfe der Software dafür, dass weitere Teile des Computers aktiviert und kontrolliert werden. So können die eingegebenen Daten zu den gewünschten Informationen verarbeitet werden.
Kurze Zeit später 1972 brachte die Firma Atari das erste Videospiel auf den Markt und die Firma Microsoft wurde von Bill Gates ins Leben gerufen. Im Jahre 1977 begann dann die Industrie immer mehr Maschinen, die durch Computer gesteuert wurden, zur Güterproduktion einzusetzen. Selbst in der Medizin fand der Computer seinen Aufgabenbereich zum Beispiel in der Tomografie zur Bildwiedergabe der inneren Organe.
Zum verstärkten Datenaustausch und zur internationalen Kommunikation trug der „Netcape Browser“ mit seinem Start 1993 bei. Das Internet, unter dem die Verbindung der verschiedenen Computernetze zu verstehen ist, konnte so von der Allgemeinheit leichter genutzt werden. Ursprünglich vom amerikanischen Verteidigungsministerium initiiert, begann 1969 die Entwickelung des Internets zur Vernetzung von Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten und war zuerst nur für eine Minderheit zugänglich. Heute wird es neben der reinen Beschaffung von Informationen als „World Wide Web“(WWW) genutzt sowie zur E-Mail Versendung beziehungsweise zur Weiterleitung von großen Datenmengen und zur Steuerung von EDV-Anlagen aus größerer Entfernung.
Mit immer moderneren Konstruktionen kommen 1998 Rechner auf den Markt, die Monitor und Computer in einem Gehäuse vereinen und deren Festplatte eine Speicherkapazität von über 40 GB besitzen. Wobei sich die Aufnahmefähigkeit in den nächsten Jahren stetig steigern wird. Nach 2001 sind Programme, die das Handy computerfreundlicher machen, zur Speicherung sowie Übertragung von Musik, Bilder und Nachrichten, verfügbar.
Aus diesem Gerät entsteht dann das Smartphone, das sowohl die Funktion des Mobiltelefons besitzt, aber gleichzeitig auch die Fähigkeiten des Computers beinhaltet. Heute ist es unter anderem als digitales Abspielgerät für Videokameras zu nutzen und mit einem integrierten Navigationsgerät ausgestattet, damit kamen in den nächsten Jahren eine wahre Programmflut, die sogenannten Apps, auf den Markt. Bereits 2001 startete das größte Lexikon, das online verfügbar war, mit dem Namen Wikipedia ist es zum ausführlichsten Nachschlagewerk der Welt geworden.
Im Jahr 2002 erlangte das Notebook mehr und mehr an Markpräsents, mit seiner handlichen Größe vereinigt es Tastatur, Laufwerk sowie Bildschirm welche in das Gehäuse des aufklappbaren Computers eingebaut sind. Mit der Entwicklung von Prozessoren, die diesen PC mit immer mehr Leistungsfähigkeit ausstatteten, verliert der Platz raubende Tischrechner mehr und mehr an Bedeutung. Neben der Technologie des ISDN wird nun auch vermehrt die Anschlussmöglichkeit des DSL für das Internet genutzt. Es bietet ebenfalls die Vielfält des Kommunikationsangebots, wie gleichzeitig zu telefonieren, im Internet zu surfen sowie Faxe zu verschicken.
Ebenso hat der Computer in den letzten Jahren einen immer größeren Platz in der heutigen Kommunikationsgesellschaft eingenommen. Sowohl in der Berufswelt wie in der Freizeit und im Privatleben ist er unentbehrlich geworden. Durch seine Entwicklung wurde die Verbindung der verschiedenen Dienste, der Datenübertragung und der Telekommunikation, erst möglich. Die unterschiedlichsten Techniken können heute in einem Computer vereinigt werden, als Fernseher, Radio, Telefon und für den elektronischen Postaustausch, über Grenzen hinweg, erfüllt er seine Aufgabe. Sowie mit der größten Datensammlung der Welt und der Steuerung ganzer Rechen- und Produktionszentren, scheinen sowohl auf der Erde wie im Weltall seine Kapazitäten für die Zukunft noch lange nicht erschöpft.
Die Geschichte geht also weiter.
Autor dieses Artikels: Lilly Brandt
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