Geschichte des Geldes - dasinternet.net

Geschichte des Geldes

Wie hat sich eigentlich unser Geld entwickelt? Die Geschichte des Geldes vom Tauschhandel bis zur Einführung des Euros finden sie hier!

Übersicht:

Seite 1: Seite 2:

Tauschhandel

Bevor man überhaupt an Begriffe wie Geld oder Währung dachte, mussten sich die Menschen auch überlegen wie sie an Dinge des täglichen Gebrauches herankommen, die sie nicht selber herstellen können. Ein Fischer konnte zum Beispiel nicht für seine Ausrüstung sorgen. Deshalb musste er sich diese bei einem Hersteller holen.
Dieser frühe Naturaltausch bildet sozusagen die Basis für das Geld, was dann im Laufe der Geschichte entstehen wird. Dieser direkte Warentausch, der sich schon in der Steinzeit entwickelte, brachte jedoch einige Probleme mit sich, da es nicht immer möglich war, einen geeigneten Tauschpartner zu finden. Auch war die Beschaffenheit der Waren ganz unterschiedlich (z.B. Verderbliche Waren, Wert der Ware nicht zu bestimmen).
Deshalb entwickelten sich im Laufe der Zeit sogenannte Zwischentauschmittel, die einen allgemein anerkannten Wert hatten. Wenn jetzt also unser Fischer eine Ausrüstung benötigt, kann er vorher den Fisch in Schmuck umtauschen, welcher einen allgemein anerkannten Wert hat und auch für den Hersteller der Ausrüstung interessant ist. Somit ist es viel leichter an die Ausrüstung heranzukommen - denn es wäre gut möglich gewesen, dass der Fisch für den Werkzeugmacher nicht interessant gewesen wäre. Zu beachten gibt es auch noch, dass dieser Tauschhandel auf einzelner Dörfer beschränkt war!

Das erste Geld

Jedoch brachte dieser Tauschhandel auf Dauer vielerlei Nachteile mit sich. Zum einen waren die Tauschwaren einfach zu unhandlich im Alltag und zum anderen fehlte noch immer ein genauer und über die Dorfgrenzen hinausgehender Kurs.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich Metalle zu einer Art "allgemeinem Zahlungsmittel" oder einfacher gesagt: Geld. Aus Tafelinschriften geht hervor, dass schon 4500 Jahre vor Christus, Silber in Mesopotamien als anerkanntes Zahlungsmittel im Umlauf war. Mit der Zeit gab es dann auch Preislisten, von welchen der Wert einiger Dinge des täglichen Gebrauchs abzulesen war. Daneben verwendeten die Ägypter und viele andere Völker verschiedenste Metalle als Zahlungsmittel.
"Echte" Münzen, wie wir sie auch heute noch kennen entwickelten sich erst später: 650 v.Chr. ließ König Krösus (Lydischer König) Metallstücke mit seinem Wappen versehen, was den Wert und das Gewicht der Münze garantierte. Dies gilt für viele als die Geburtsstunde der ersten Münze. Dieses System wurde dann von den Römern und Griechen übernommen und weiterentwickelt. Auch heute noch sind Münzen (also "Metallgeld") aus keiner internationalen Währung wegzudenken!

Die Erfindung des Papiergeldes

Mit zunehmendem Handel, wuchs mit der Zeit die Notwendigkeit ein bequemeres Zahlungsmittel einzuführen. Es wäre mit Münzen nicht mehr möglich gewesen wertvollere Güter zu bezahlen. Der Nutzen des Papiergeldes ist also enorm. Somit wurde es möglich größere Summen zu begleichen, was vorher mit Münzen nur schwer möglich war. Die ersten Papierscheine wurden von Marco Polo auf seiner Reise durch China (1276) entdeckt. Um 1660 wurde in Schweden das Papiergeld eingeführt. Damit war es eines der ersten Länder in Europa, welches diesen Schritt gewagt hat. Wichtig war dann, den Wert des Papiergeldes zu garantieren, da die Papierscheine nicht wie Metallmünzen einen direkten materiellen Gegenwert hatten. Für den Wert des Geldes garantiert heute bei uns der Staat. Es ist jederzeit möglich, dass man die Scheine in Münzen umtauscht.

Lesen sie weiter auf Seite 2