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Was sollte ich beim Telefonieren und Surfen im Urlaub beachten?


Diese Seite informiert Sie über mögliche Fallstricke bei der Nutzung seines Handys zum Telefonieren und Surfen im Urlaub.

Junge Frau mit Handy am Strand
© Voyagerix | Dreamstime.com

Einleitung

Urlaub bedeutet Entspannung, Ruhe und eine stressfreie Zeit ohne die üblichen Verpflichtungen. Heute ist es jedoch für die meisten kaum noch vorstellbar das Mobiltelefon zu Hause zu lassen, um nicht gestört zu werden.
Ein kurzer Anruf bei der Familie oder das eine oder andere Status-Update in den sozialen Netzwerken muss schon sein.

Doch damit nach dem Urlaub kein böses Erwachsen folgt, sollten Handys, Tablett und Co. nicht gedankenlos im Ausland genutzt werden. Denn wenn die Rechnung des Mobilfunkanbieters im Briefkasten oder E-Mail-Postfach liegt, kann der Traumurlaub auch im Nachhinein noch zum finanziellen Desaster werden.

flagDaher ist es ratsam, vorab einige Punkte zu beachten.

Always-On Funktion kann zur Falle werden

Zuhause ist es komfortabel – im Ausland unter Umständen eine Tragödie: Always-On Funktionen und automatische Updates.

Wetterapps und verschiedene andere Apps nehmen vom Benutzer unbemerkt in regelmäßigen Abständen Verbindung zum Internet auf. So können Kostenfallen entstehen. Es macht also Sinn, vor dem Urlaub die Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, so einzustellen, dass Updates nur manuell angestoßen werden.
Auch bietet es sich an, die Always-On Funktion zu deaktivieren und den Internetzugang im Ausland zu blockieren (Stichwort: "Roaming Verbindung").

Bei aktuellen Smartphones ist der Internetzugang im Ausland in der Regel gleich von Haus aus gesperrt und muss vom Benutzer aktiviert werden.

Flatrates gelten nur im Inland

Es ist zur Gewohnheit geworden, bedenkenlos SMS zu verschicken und zu telefonieren – schließlich ist in den meisten Angeboten eine Flatrate enthalten. In diesem Fall wird ein monatlicher Pauschalbetrag bezahlt, der sämtliche Leistungen die in der gebuchten Flatrate enthalten sind, abgedeckt.

Doch Vorsicht: Diese Flatrates haben nur im Inland Gültigkeit. Die meisten Mobilfunkanbieter versenden automatisch eine Übersicht über die im Ausland anfallenden Kosten, wenn man über einen ausländischen Transponder ins Netz eingeloggt wird. Ansonsten macht es natürlich Sinn, sich vorab beim Anbieter über die im jeweiligen Land anfallenden Kosten zu informieren und gegebenenfalls auf einen Roaming-Tarif zurückzugreifen.

Übrigens: Telefonieren ist in den meisten Fällen der deutlichste Kostenfaktor im Ausland. Kurznachrichten via WhatsApp oder eine SMS zu schicken kann da die günstigere Variante sein.

WLAN schont das Portemonnaie

Hotels, Flughäfen, Bahnhöfe und mittlerweile auch viel andere öffentliche Einrichtungen bieten kostenloses WLAN, das frei genutzt werden kann. Es empfiehlt sich daher, zuerst nach einem solchen Service zu suchen oder insbesondere in Hotels direkt nachzufragen beziehungsweise gezielt ein Hotel auszusuchen, das diesen Service anbietet.
Hier kann bares Geld gespart werden!

Vorsicht beim Versenden von Urlaubsfotos

Ein Foto vom Strand oder einer Sehenswürdigkeit an die Daheimgebliebenen zu senden gehört zu den ersten Gedanken der meisten Urlauber. Doch hier ist Vorsicht geboten: Viele Mobilfunkanbieter berechnen im Ausland nach Datenmenge und ziehen die Preise entsprechend an.

Ein Schnappschuss in hoher Auflösung kann da schon mal teuer werden. Auch hier ist es also sinnvoll, die Fotogrüße über das WLAN des Hotels zu versenden oder doch auf die altbewährte Postkarte zurückzugreifen.

Andere Länder, andere Sitten: Die Kosten können variieren

Wer sich für den Spanienurlaub beim Anbieter informiert hat, kann noch lange nicht sicher sein, dass diese Preise auch für andere Länder gelten. Das Europäische Parlament arbeitet jedoch verstärkt an Regelungen, die das Surfen und Telefonieren im Ausland einheitlicher machen sollen. Lange gab es keine Obergrenze, welche die teilweise explodierenden Preise im Zaum hielten.

Ab Juli 2014 gilt jedoch: Mehr als 20 Cent je Megabyte dürfen Mobilfunknutzern im Ausland zumindest in der EU nicht berechnet werden. Außerhalb der EU lauert jedoch weiterhin die „Falle“ – Länder wie die Thailand, Australien oder die USA unterliegen dieser Regelung nicht! Anhängig von Ihrem Vertrag zählen auch beliebte Urlaubsländer wie die Türkei, Ägypten oder Tunesien nicht dazu.
Hier obliegt die Preisgestaltung auch weiterhin den Anbietern.

Immerhin: Kostendeckel bei rund 60 Euro

Damit keine extremen „Unfälle“ geschehen hat die EU vor einiger Zeit einen sogenannten Kostendeckel geschaffen, der in Deutschland bei 59,50 Euro liegt. Wird diese Grenze durch die Nutzung von Internet überschritten, ist der Anbieter verpflichtet, die Verbindung automatisch zu trennen.

Der Nutzer wird dann via SMS informiert und kann sich, falls die Überschreitung dieser Grenze kontrolliert erfolgte, wieder ins Netz einloggen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Schlupflöcher bieten Anbietern die Möglichkeit, diese automatische Kostenbremse zu umgehen. In vielen Verträgen wird im Kleingedruckten festgesetzt, dass der Nutzer diese Information pauschal nicht wünscht. Diese Floskel wird häufig von Kunden überlesen und sozusagen „blind“ akzeptiert.

Fazit

Vorsorge schützt vor Ärgernissen im Nachhinein. Ist ein Urlaub geplant, sollte man sich beim Anbieter informieren, den Mobilfunkvertrag genau studieren und Ausschau nach Hotels mit kostenlosem WLAN halten.

Damit die Urlaubsentspannung auch noch anhält, wenn die Mobilfunkrechnung eintrifft, sollte also schon vorher abgesichert werden, dass keine Kostenfallen lauern.

Ansonsten gilt: Einfach mal abschalten – auch das Handy.

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Autorin: Alexandra Ingenpaß
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Letztes Update dieser Seite: 27.06.2014 - 09:33:26