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Wie versteht sich mein Hund mit meiner Katze?


In diesem Artikel erfahren Sie, was man tun kann, dass sich ein Hund und eine Katze in einem Haushalt gut vertragen und es keine Probleme gibt.

Hund und Katze haben sich lieb
Diese beiden haben Freundschaft geschlossen!
© Lilun | Dreamstime.com

Wenn Hund und Katze Freundschaft schließen...

„Wie Hund und Katz’“ – wir alle kennen die Floskel, die suggeriert, dass sich diese beiden gegenseitig auf Bäume jagen und zum „fressen gern“ haben.
Doch die Realität sieht oft anders aus: Kuschelnd schnurren Hund und Katze auf dem heimischen Sofa vor sich hin. Keine Spur von Hass, Jagdspielchen oder instinktiver Feindlichkeit.

Längst ist bewiesen: Ob Lebewesen sich mögen oder nicht, hängt in keiner Weise mit der Rasse oder der Art zusammen. So können auch Hund und Katze zu besten Freunden werden – oder sich erfolgreich aus dem Wege gehen, wenn der „Funke“ doch nicht überspringt.

Mit der ersten Begegnung werden Weichen gestellt

Sicherlich, sie gehören verschiedenen Arten an, daher ist eine vorsichtige Zusammenführung Pflicht. Der Jagdtrieb, der dem Hund zueigen ist und der Flucht- und Verteidigungsdrang der typischen Katze sind die Hauptaspekte, die dazu führen, dass Begegnungen meist weniger friedlich vonstattengehen.

flag Nicht zu vergessen: Hunde sprechen eine andere „Sprache“ als Katzen. Gemeint ist damit die Körpersprache. Diese Sprachbarriere müssen die beiden zunächst überwinden, daher sind kleinere Missverständnisse während der ersten Begegnungen vollkommen normal.

Je jünger, desto besser

Am einfachsten fällt die Zusammenführung, wenn beide Tiere noch sehr jung sind und vor allem noch keine negativen Erfahrungen mit der jeweils anderen Gattung machen mussten. Einfacher ist es übrigens, wenn zuerst der Hund in der Familie lebt und die Katze später dazu kommt.

Dabei ist als erstes Ziel zu erreichen, dass sich der Jagdinstinkt des Hundes nicht gegen seinen neuen Katzenfreund richtet. Der Hund nimmt den neuen Freund meist relativ gut in seiner Familie auf, denn schließlich ist er ein Rudeltier. Auch wenn die Katze in seinen Augen sicherlich einen „komischen Hundekumpel“ abgibt, fällt es daher leichter, eine Katze in einen Hundehaushalt einzugliedern.

Katzen als Einzelgänger sehen ein neues Familienmitglied da schon wesentlich kritischer.

Nervöser Mensch = Nervöse Tiere

Die Zusammenführung sollte vom Menschen „moderiert“ werden. Der Hund muss in jedem Fall daran gehindert werden, seinen potenziellen Katzenfreund zu jagen. Daher sollte er an der Leine gehalten oder angebunden werden. Kommt es einmal zu einer Jagdsituation, ist es überaus schwer, die Tiere wieder zueinander zu bringen.

Vor allem die Emotionen des Halters spielen jetzt eine Rolle. Hund und Katze orientieren sich stark an dieser Bezugsperson. Strahlt der Halter also Nervosität oder Unsicherheit aus, reflektieren die Tiere dieses Unbehagen.

Nichts erzwingen

Auf keinen Fall sollte man eines der Tiere dazu zwingen, sich dem anderen zu nähern. Beide, sowohl Hund als auch Katze, sind naturgemäß neugierig und werden einander zunächst kritisch beäugen.
Fehlverhalten wie Scheinattacken sollten nicht geduldet, überdramatisiert müssen sie jedoch auch nicht werden. Der Halter sollte beiden Tieren den Freiraum lassen, den sie benötigen. Je nach Sympathie nähern sich die beiden einander entweder an oder lernen, sich gekonnt zu ignorieren.

Die Sympathie entscheidet

So schön die Bilder von kuschelnden Hunden und Katzen auch sind, erzwungen werden kann hier nichts. Ähnlich wie beim Menschen entstehen Freundschaften aufgrund von gegenseitiger Sympathie. Während die eine Katze-Hund-Paarung also innige Freundschaft schließt, gehen sich andere einfach aus dem Weg. Das Ziel sollte ein friedliches Miteinander sein.

Rückzugsorte geben Sicherheit

Haben sich beide Parteien aneinander gewöhnt, sollte der Halter dafür Sorge tragen, dass sie ihren natürlichen Eigenschaften entsprechende Rückzugsorte erhalten.
Für Katzen bieten sich hier hohe Kratzbäume oder eigens angebrachte Regale an, auf die sie sich zurückziehen kann, wenn ihr hundischer Freund zu aufdringlich wird. Aufgrund der schon erwähnten „Kommunikationsbarrieren“ kann es durchaus sein, dass Missverständnisse entstehen und sich eine der beiden Parteien zurück ziehen möchte.

Wenns nicht klappt...

...läuft das in aller Regel darauf hinaus, dass die beiden sich in Zukunft so gut wie möglich ignorieren.
Normalerweise zeigt sich in den ersten zwei bis drei Wochen deutlich, ob es eine Zukunft für die tierische Freundschaft gibt oder nicht. Zwar ist es eher selten, dennoch kann es sein, dass selbst das Ignorieren nicht funktioniert.

Hunde und Katzen sind zu tiefen Freundschaften imstande – doch auch das Gegenteil kann eintreten. Für den Fall, dass es nicht möglich ist, beide auf Dauer zusammenzuhalten, sollte man nicht zu fest an dieser Paarung festhalten.
Auch wenn es wehtut, ist es in solchen Fällen oft sinnvoller aus Rücksicht auf die Tiere, den Neuankömmling in einer anderen Familie unterzubringen.
Denn das Glück der Tiere sollte aus Prinzip an erster Stelle stehen.

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Autorin: Alexandra Ingenpaß
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Letztes Update dieser Seite: 05.05.2014 - 22:08:47