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Informationen zur Weizenunverträglichkeit


Dieser Artikel informiert Sie beispielsweise über Symptome und Therapiemöglichkeiten von und gegen Weizenunverträglichkeit.

Definition Weizenunverträglichkeit

Weizenanbau
Bei einer Weizenunverträglichkeit handelt es sich um eine allergische Erkrankung, die durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln die Weizen enthalten ausgelöst wird. In vielen Fällen zeigt sich eine Weizenallergie bereits im Säuglingsalter, wobei sich die Unverträglichkeit in vielen Fällen mit der Zeit wieder verliert. Erwachsene erkranken wesentlich seltener.
Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Allergie wieder legt, verschwindend gering.

Weizenallergie nicht mit Glutenallergie verwechseln!

Häufig wird die Glutenallergie mit der Weizenallergie gleichgesetzt oder verwechselt. Eine Unverträglichkeit gegen Weizen ist jedoch wesentlich seltener, als gegen Gluten. Im Falle einer Glutenallergie muss auf jegliche Getreidesorten verzichtet werden.

Daher ist die genaue Diagnose wichtig, um den Umfang der Allergie bestimmen zu können. Außerdem ist anzumerken, dass eine glutenfreie Ernährung nicht automatisch auch für Weizenallergiker geeignet ist.
Denn in vielen glutenfreien Nahrungsmitteln werden Weizeneiweiß und -stärke verwendet, das für den Glutenunverträglichen kein Problem darstellt, für den Weizenallergiker jedoch nicht geeignet ist.

Klassische Symptome

Typische Beschwerden, die bei einer Weizenallergie auftreten, können sein:
  • Durchfall
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Abgeschlagenheit

Die Symptome einer Weizenallergie können sowohl kurze Zeit nach dem Verzehr von Weizen auftreten als auch einige Zeit später.

Eine Sonderform der Weizenallergie

In manchen Fällen können auch Sofortreaktionen wie etwa spontan auftretende Schwellungen oder, in extremen Fällen, anaphylaktische Schocks auftreten. Häufig leiden die Betroffenen unter einer Sonderform der Allergie die dann auftritt, wenn eine Konstellation aus körperlicher Belastung und der Einnahme von Weizen vorliegt.
Oft vertragen Betroffene durchaus ein gewisses Maß an Weizen – sofern keine physische Anstrengung dazukommt.

Darüber hinaus kann die Kombination aus Alkohol oder Medikamenten mit Weizen in manchen Fällen ähnliche Schocks auslösen.

Bitte keine Selbstdiagnose

Eine Weizenallergie kann durch verschiedene Tests nachgewiesen werden. Einfach auf Weizen zu verzichten, weil die auftretenden Symptome zufällig zu einer Weizenallergie passen könnten, sollte vermieden werden. Ein Bluttest kann neben anderen Diagnosemöglichkeiten Sicherheit geben. Eine Eleminationsdiät unter ärztlicher Aufsicht kann die Diagnose untermauern.

Gegebenenfalls rät der Arzt im Anschluss dieser Diät, während derer strikt auf Weizen verzichtet wird, zu einem ärztlich kontrollierten Provokationstest.
Treten während der Eleminationsdiät keine Beschwerden mehr auf, die wiederum als direkte Folge des Provokationstests auftreten, ist die Diagnose der Weizenallergie eindeutig.

Therapie

Um beschwerdefrei zu bleiben, müssen Betroffene auf sämtliche Weizen und weizenähnliche Getreidesorten verzichten. Zu ihnen zählen neben Weizen unter anderem:
  • Dinkel
  • Grünkern
  • Einkorn
  • Emmer
  • Kamut

Der Logik folgend gilt dies auch für Produkte, die aus diesen Getreidesorten hergestellt wurden, wie etwa:

  • Grieß
  • Mehl
  • Kleie
  • Stärke
  • Schrot
  • und Weizenkeime

Da Weizen wichtige Nährstoffe beinhaltet, die für einen gesunden Organismus wichtig sind, sollte bei einem Verzicht auf Weizen auf geeignete Alternativen ausgewichen werden.
Zu ihnen zählt etwa:

  • Roggen
  • Gerste
  • Hirse
  • Hafermais
  • Teff
  • Buchweizen
  • Amaranth
  • Tapioka
  • Quinoa
  • Sojamehl
  • Reismehl
  • Kartoffelmehl
  • Kastanienmehl
  • Johannisbrotkernmehl
  • Guarkernmehl
  • oder Bananenmehl

Praktische Tipps für Betroffene:

  • Fertigprodukte meiden (u. a. Konserven, Wurst, Käsemischungen, Gewürzmischungen).
  • Zutatenlisten beachten: Da Weizen zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen zählt, sind Hersteller zur Ausweisung verpflichtet.
  • Kennzeichnungspflicht gilt nicht für lose Waren. Daher beispielsweise beim Bäcker explizit nachfragen, ob Weizen enthalten ist.
  • Selbstbacken als Alternative: So können Sie sicher sein, dass kein Weizen enthalten ist.
  • Nicht auf glutenfreie Nahrungsmittel verlassen, diese sind nicht automatisch geeignet.

Hinweise zu Artikeln rund Gesundheitsthemen
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Autorin: Alexandra Ingenpaß
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Letztes Update dieser Seite: 28.04.2016 - 20:43:11