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Ist der Islam gefährlich?


In diesem Artikel wird der Frage nachgegangen, ob der Islam als Religion gefährlich oder allgemein nicht friedfertig ist.

Über den Islam

Islamisches Muster
Typisch im Islam:
Symmetrische Muster
Weltweit gibt es etwa 1,6 Milliarden Menschen, die sich zum Islam bekennen. Entstanden ist die große Offenbarungsreligion etwa im frühen siebten Jahrhundert n. Chr. durch den Propheten Mohammed. Heute ist sie nach dem Christentum die größte Weltreligion.
Innerhalb der Religion sind es die Sunniten, die mit etwa 85 % die größte Richtung in der Glaubensgemeinschaft bilden. Die zweitgrößte Gruppierung sind die Schiiten, wobei der wesentliche Unterschied in der Herrschaft durch einen obersten Führer besteht. Während der Kalif bei den Sunniten regiert, ist es der Imam bei den Schiiten.

Insgesamt verteilen sich die Anhänger auf über 100 Länder weltweit. Der größte Anteil von ihnen lebt in den Ländern Südostasiens, wie zum Beispiel Indien, Indonesien oder Pakistan. Darüber hinaus ist die Weltreligion auch in arabischen Ländern, im Irak, im Iran, in Afghanistan, auf dem afrikanischen Kontinent sowie der Türkei weit verbreitet.
Auf dem europäischen Kontinent leben hingegen nur etwa 3 % aller Muslime. Dies entspricht etwa 15 Millionen Menschen, wovon in Deutschland mehr als 4 Millionen Gläubige ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben.

Auf diesen 5 Säulen basiert der Islam

Die erste Säule bildet das Glaubensbekenntnis. Prägend für den Islam ist seine monotheistische Struktur. Neben Allah gibt es für den Moslem keinen anderen Gott. Zudem wird Mohammed als Prophet Gottes verehrt.

Hassan II Moschee
Hassan II Moschee in Marokko

Auf der zweiten Säule steht das Gebet, das am Tag fünfmal gesprochen werden soll. Es ist nicht notwendig, dass Muslime dafür ein islamisches Gotteshaus, die Moschee, betreten. Wichtig ist nur, dass das Gebet in Richtung Mekka gehalten wird.

Die dritte Säule steht für die Armensteuer. Einmal pro Jahr sollen die Glaubensanhänger 2,5 % ihres Lohns an Menschen spenden, die bedürftig sind. Voraussetzung ist dabei, dass sie selbst nicht in ihrer Existenz bedroht sind.

Der Ramadan bildet im Islam die vierte Säule. Während der Fastenzeit dürfen die Gläubigen weder essen noch trinken, keinen Geschlechtsverkehr haben oder auch nicht rauchen, solange die Sonne nicht untergegangen ist.
Vom Ramadan ausgenommen sind allerdings Kinder, Alte, Kranke, Reisende oder auch schwangere Frauen.

Die fünfte und letzte Säule steht für die Pilgerfahrt. Jeder Muslim soll in seinem Leben mindestens einmal nach Mekka gepilgert sein. In der Heiligenstadt soll er dann die Kaaba insgesamt sieben Mal umkreisen, die den Mittelpunkt der Al-Haram-Moschee bildet. Während der Umrundung beten die Pilger verschiedene Gebete und legen ihre Hand auf einen Stein, der heilig sein soll.

Muss der Islam als gefährliche Religion gefürchtet werden?

Der ausgerufene Dschihad, Terroranschläge, Hassprediger sowie Salafisten prägen das Bild, das manche Menschen auch in Deutschland vom Islam bekommen. Somit stellt sich die Frage, ob der Islam eine gefährliche Religion für andersgläubige Menschen auf der Welt ist.

Innerhalb der fünf Säulen, auf denen die monotheistische Glaubensrichtung beruht, verdeutlicht allerdings, dass Intoleranz, Hass und Gewalt gerade nicht zu den Grundprinzipien gehören. Faktisch ist es so, dass die meisten Muslime für Frieden und Toleranz stehen.
Sie verachten die Gewalttaten, die im Namen ihres Gottes Allah an unschuldigen Menschen praktiziert werden. Sie flüchten vor Krieg und Terror, verlassen ihre Heimat, ihre Wurzeln, um in anderen Ländern nach Frieden und Schutz zu suchen.

Dabei wird der Krieg von solchen Menschen geführt, die ebenfalls dem Islam angehören. Damit wird es schwierig die Religion Islam und das kriegerische oder terroristische Handeln voneinander trennen zu können.

Der Islam ist auf den ersten Blick eine vergleichsweise streng geregelte Weltreligion. Entscheidend ist allerdings die Interpretation des Korans. Das Glaubensbuch kann ebenso wie die Bibel unterschiedlich ausgelegt werden. Der größte Teil der Muslime interpretiert ihn auf eine friedliche Art und Weise.

Typische arabische Kleidung
Typische arabische Kleidung

Es mag in der säkularisierten Welt auf wenig Verständnis stoßen, wenn sich beispielsweise Frauen nur vollverschleiert auf die Straße begeben dürfen. Das bedeutet selbstverständlich noch nicht, dass damit terroristische Ziele bezweckt werden.
Es ist vielmehr innerhalb einer Glaubensrichtung die Interpretation des Korans.

In Deutschland lebt der Großteil der Gläubigen nicht nur friedlich miteinander, sondern hat sich auch in die Gesellschaft integriert. Im Vordergrund sollten weniger die unterschiedlichen Religionen als Ursache für Krieg und Terror stehen. Gewalttaten werden immer durch menschliche Hände vollzogen. Es ist somit nicht die Religion, die Angst und Schrecken verbreiten möchte, sondern letztendlich der Mensch.

remove_red_eye Der Islam muss nicht gefürchtet werden, schlechte Menschen, gleichwohl welcher Religion sie angehören, schon.

Die radikalen Strömungen innerhalb der Religion

In der Vergangenheit haben terroristische Anschläge die Menschen insbesondere in der westlichen Welt in Angst und Schrecken versetzt. Terrororganisation wie der Islamische Staat, die Taliban, die Al-Kaida oder die Boko Haram rühmen sich mit ihren schrecklichen Taten, wobei sie diese auf den Koran stützen.

Auffällig ist, dass Terroranschläge immer von einfachen Anhängern dieser radikalisierten Strömungen durchgeführt werden. Es sind allerdings niemals die führenden Köpfe, die ihnen für die Selbstaufopferung das Paradies versprechen.

Das Problem besteht darin, dass vor allem in den arabischen Ländern ein großer Teil der Bevölkerung aus Jugendlichen besteht. Bildung und Arbeit sind Ihnen oftmals verwehrt. Damit eignen sie sich ideal, um durch Manipulation zu solchen schrecklichen Taten veranlasst zu werden. Der Islamismus kann allerdings dann entmachtet werden, wenn den jungen Menschen die Werte glaubhaft näher gebracht werden, nach denen die westliche Welt lebt.

Es würde demnach eine enorme Gefahr begründen, wenn alle Muslime in einen Topf geworfen werden würden. Niemand möchte unter Generalverdacht stehen, unabhängig davon, welcher Religion angehört. Extremisten und Fanatiker nutzen solche Pauschalurteile für ihre eigene Propaganda, indem sie ihnen glaubhaft machen, dass sie unerwünscht seien.

Letztendlich ist der Terrorismus aber nicht auf die Religion zurückzuführen, sondern auf ihre radikalisierten und fanatischen Anhänger. Um dieser Gefahr vorzubeugen ist es unerlässlich, aufeinander zuzugehen und gegenseitigen Respekt und Toleranz vorzuleben.

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Autor: Pseudonym: Salam
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Letztes Update dieser Seite: 14.04.2017 - 11:28:30