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Welche Versicherungen ich für mein Haus haben sollte?


Auf dieser Seite werden verschiedene Hausversicherungen vorgestellt und bewertet, welche Versicherung man den unbedingt für sein Eigenheim abschließen sollte.

Einleitung

Sein Haus versichern
© Jozsef Szasz-fabian | Dreamstime.com
Hausbesitzer genießen in ihren eigenen vier Wänden viele Vorteile. Sie zahlen keine Miete, können nicht aus Eigenbedarf gekündigt werden, und im Zweifel lärmen, wann immer sie möchten.

Aber sie genießen nicht nur die Vorteile der eigenen Immobilie, sondern alle Katastrophen und Gefahren, die sich rund um das Grundstück und im Haus ereignen können, gehen zu Lasten des Besitzers. Gegen bestimmte Schadensfälle, gegen Regressansprüche bei Pflichtverletzungen und gegen Eingriffe von Dritten in das Hab und Gut, können eine Fülle von Versicherungen schützen.

Vieles von dem, was angeboten wird, ist nicht unbedingt notwendig. Doch einige Versicherungen sind nahezu Pflicht, um nach dem Schadensfall nicht vor dem Ruin zu stehen.

Ein absolutes Muss: die allgemeine Gebäudeversicherung

Jeder Hausbesitzer musste früher eine allgemeine Gebäudeversicherung abschließen, die Schäden abdeckte, die durch Brand entstehen konnten. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Schäden durch Leitungswasser sowie Sturm und Hagel ebenso existentielle Folgen haben konnten wie eine Feuersbrunst, und die verbundene Wohngebäudeversicherung trat zunehmend an ihre Stelle. Sie deckt auch diese Schäden mit ab.

Wird ein Haus beispielsweise durch einen Wasserschaden im Obergeschoss bis in die Kellerräume überflutet, und das Haus wird unbewohnbar, stehen die Besitzer ohne Versicherungsschutz vor dem Nichts, denn die laufenden Kredite müssen weiter bedient werden. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer allgemeinen Gebäude- oder verbundenen Wohnraumversicherung eine unbedingte Notwendigkeit, manche Banken machen sie zur Auflage bei der Kreditgewährung.
remove_red_eye Hier finden Sie noch weitere Bereiche, die durch eine Gebäudeversicherung gedeckt sind.

Zur Ermittlung der zu zahlenden Jahresprämie wird der Gebäudewert in Mark auf den Wert des Jahres 1914 zurückgerechnet (Einheitswert) und mit dem gleitenden Neuwertfaktor multipliziert. Dieses Verfahren, in das auch Eigen- und Architektenleistungen einbezogen werden, ist relativ objektiv und wird von der gesamten Versicherungsbranche angewendet.

Da es eine Fülle zusätzlicher - aber in der allgemeinen Gebäuderversicherung nicht eingeschlossenen - Schadensszenarien gibt, empfiehlt es sich je nach Bedarf weitere Risiken abzusichern. Darunter fallen beispielsweise auch Elementarschäden (Lawinen, Hochwasser), wenn das Haus in einer besonders gefährdeten Region erbaut wurde.

Ebenfalls wichtig: eine Haftpflichtversicherung

Hausbesitzer haften für Schäden rund um das Grundstück und im Haus, die Dritten zugefügt werden können: Etwa durch Eis auf dem Gehweg oder in der Einfahrt.

Dafür reicht eine private Haftpflichtversicherung aus. Eine Hausbesitzer-Haftpflichtversicherung ist dagegen nur notwendig, wenn Wohnraum vermietet wird, oder es sich (noch) um ein unbebautes Grundstück handelt. Diese teurere Versicherung sollte nach Bebauung und Eigennutzung gekündigt werden.

Je nach Bedarf erwägenswert: eine Glasbruchversicherung

Befinden sich im Haus künstlerisch gestaltete Bleiglasfenster, große Glasflächen an Wintergärten, oder sind Türen und Fenster dreifach verglast, ist zu überlegen, ob sich eine zusätzliche Glasbruchversicherung lohnt, denn zerstört ein Einbrecher beispielsweise eine Butzenscheibe, zahlt die Hausrat-Versicherung nur bis zur Höhe der Standardverglasung.
Den Aufpreis für Ersatz und Reparatur müsste man aus der eigenen Tasche bezahlen. Vor Abschluss einer solchen Versicherung müsste bilanziert werden, ob und in welcher Höhe ein solcher Schaden überhaupt entstehen könnte.

Nicht unbedingt notwendig: eine Hausratversicherung

Wie viel wert ist der gesamte Hausrat? Sind weder teure elektronische Geräte noch wertvolle Antiquitäten vorhanden, ist es erwägenswert, auf eine Hausratversicherung zu verzichten.

Allerdings deckt sie Schäden ab, die beispielsweise bei einem Einbruch durch Vandalismus entstehen, ebenfalls Überspannungsschäden durch Blitzschlag.

Zu empfehlen: eine Rechtsschutzversicherung

Im Zweifel geht es im Schadensfall vor Gericht, und das kann teuer werden. Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Gutachten, Regresszahlungen kosten eine Menge Geld.

Für Hausbesitzer gibt es besonders zugeschnittene Rechtsschutzversicherungen. Auch hier sollte genu darauf geachtet werden, was nötig ist und was nicht. Das macht sich bei der Jahresprämie deutlich bemerkbar.

Tipp

Sollte ein Versicherungsschaden eintreten, muss alles genau dokumentiert werden. Ein Sachverständiger der Versicherung sollte den Schaden vor Ort besichtigen und bewerten. Erst danach kann repariert werden.

Leider ist folgendes die Realität: Versicherungen schließen gerne rund um das Haus Feuerversicherungen für Eisenträger ab, die 20 Zentimeter tief unter Wasser liegen. Wenn es ums Zahlen geht, geht nichts mehr schnell oder einfach. Beim Vertragsabschluss ist es genau umgekehrt.

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Autor: Niklas Broens
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Letztes Update dieser Seite: 12.11.2013 - 22:30:30