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Witzige Videos stellen die Werbelandschaft auf den Kopf


Durch lustige Videos lassen sich Werbebotschaften ganz neu verpacken, sodass sie vielmehr als Unterhaltung als als Werbung wahrgenommen werden. Auf dieser Seite lesen Sie nun mehr zu eben diesem Thema.

Genial viral – witzige Videos stellen die Werbelandschaft auf den Kopf

Virales Video
Virales Video
Witzige Werbespots laufen nicht mehr im Fernsehen sondern im Internet. Wie Lauffeuer verbreiten sie sich im Netz. Das aktuelle Paradebeispiel des viralen Marketings ist das Video „Supergeil“ von Edeka, das schon mehr als zehn Millionen Mal im Netz angeklickt wurde. Doch was steckt eigentlich hinter den viralen Kampagnen?

„Supergeil“ von Edeka – ein Schnäppchen mit enormem Gegenwert

Der Lebensmittelhändler Edeka hat es vorgemacht: Der Werbespot „Supergeil“ mit dem Berliner Künstler Friedrich Liechtenstein wurde innerhalb weniger Tage millionenfach angeklickt. Seit Ende Februar kursiert der Clip, in dem der Künstler Zeilen wie „Super-Uschi, Super-Muschi, Super-Sushi, supergeil“ durch Supermarktregale und Wohnzimmer schwoft, auf Youtube.

Über die Landesgrenzen hinaus wurde darüber berichtetet, sogar Nachahmer-Videos kursieren im Internet. Mittlerweile gibt es von Edeka zahlreiche „Supergeil“-Variationen, zum Beispiel „Supergeiler Mann“ und „Supergeiler Kollege“.

Hinter dem erfolgreichen Spot steckt die Hamburger Werbeagentur Jung von Matt. Sie investierte einen niedrigen sechsstelligen Betrag in die Produktion von „Supergeil“ – ein Schnäppchen im Vergleich zu hochwertigen TV-Spots, die schnell mit einer halben Million Euro zu Buche schlagen.

Dazu kommt der enorme Gegenwert der vielen Artikel von Bloggern und Journalisten, die über den Spot berichtet haben: Er beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf einen zweistelligen Millionenbetrag.

Minimale Kosten, maximale Wirkung: „Chicken“ von Mercedes-Benz

Auch „Chicken“, der witzige Spot für Mercedes-Benz Intelligent Drive mit dem Huhn, das seinen Kopf stets gerade hält, ganz gleich, was mit seinem Körper passiert, verbreitete sich über soziale Netzwerke wie ein Grippevirus im Winter. Er kommt ebenfalls aus dem Hause Jung von Matt und wurde bereits 11 Millionen Mal angeklickt. Erst nach dem großen Erfolg im Netz kam das Huhn ins Fernsehen.

So ungewöhnlich wie erfolgreich: die Werbekampagne „Umparken im Kopf“ von Opel

Ein weiteres Beispiel dafür, wie man Werbung erfolgreich zum Selbstläufer macht, kommt von Opel. Schwule können kein Fußball spielen, in Hamburg ist meistens schlechtes Wetter und rothaarige Frauen sind einfach feuriger: Der Autobauer setzte in einer Plakataktion mit dem Slogan „Umparken im Kopf“ geschickt Vorurteile ein, um mit seinem angekratzten Image zu spielen.

Tagelang sorgten die Plakate ohne Absender für Aufsehen. Im Netz gab es dann die Auflösung: Opel steckt hinter der ungewöhnlichen Aktion, um Vorbehalten gegenüber der eigenen Marke ein Ende zu setzen. Die Kampagne stammt aus der Feder der Werbeagentur Scholz & Friends aus Hamburg.

Mut zum Außergewöhnlichen – ein bisschen Risiko ist immer dabei

Bilder und Videos als Multimedia-Dateien
© Welcomia | Dreamstime.com
Dass ungewöhnliche virale Kampagnen abseits der ausgetretenen Marketingpfade sehr erfolgreich sein können, haben die Spots von Edeka, Mercedes-Benz und Co. bewiesen (weitere witzige Videos gibt es auf Plattformen wie http://buzz.myvideo.de).

Der Erfolg solcher Experimente ist jedoch nicht vorhersehbar. Oft finanzieren die Kreativen ihre Ideen zunächst aus der eigenen Kasse. Ob sich die Investition auszahlt, weiß man bekanntlich immer erst hinterher.

Autor: Dennis Thalberg
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Letztes Update dieser Seite: 18.05.2017 - 21:20:32