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Internet im ganzen Haus gleichermaßen zur Verfügung stellen


In diesem Artikel werden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, um Internet auch in größeren Anwesen zuverlässig und gleichmäßig verfügbar zu machen.

Internet vor 20 Jahren

Zu den Anfangszeiten des Internets war in vielen Haushalten das Arbeitszimmer der Ort, mit dem einzigen im Haus befindlichen Internetzugang. Das Familienoberhaupt war Hüter der Bits und Bytes und man musste bitteschön einen Zeitraum anmelden, um den ebenfalls einzigen Computer nutzen zu dürfen.

Nun, diese Zeit ist glücklicherweise vorbei. Der heutige und willige Internet-Benutzer muss sich mit ganz anderen Themen und Problemen herumschlagen. Ganz vorn auf der Liste dieser Dinge steht die Frage, wie man den lokalen Zugriff auf die große weite Welt im Haus technisch realisiert. Und zwar möglichst so, dass wenig Arbeit notwendig ist um das Ziel zu erreichen. Im anderen Fall ist es vielleicht wichtiger, dass die Verbindungsqualität möglichst optimal ist. Oder eben beides.

Bestenfalls nutzt der Hauseigentümer also einen Kabel- oder einen VDSL-Anschluss für den Internetzugang – so verfügbar. Bei DSL-Anschlüssen mit maximal 16 Mbit/s sollte insbesondere auf eine qualitativ hochwertige Übertragung im Haus Wert gelegt werden, denn hier ist die Bandbreite generell schon geringer.

Wie also gelangen die begehrten Signale vom Router zu den verschiedenen Rechnern? Dazu finden Sie im Folgenden eine kleine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten.

  • WLAN
  • LAN-Netzwerkkabel (CAT 6)
  • Powerline
  • Coaxlan

WLAN

Für den Fall des geringsten Widerstandes ist sicher das WLAN die erste Wahl. Wie das allerdings häufiger so ist, mit den schnellen Lösungen, machen dem Nutzer evtl. die Betondecken einen Strich durch die Rechnung. Insbesondere wenn es mehrere Etagen sind, die überbrückt werden müssen, kann eine oder mehrere solcher Decken, die Verbindungsgeschwindigkeit schnell auf den Nullpunkt bringen.


© Joachim Wendler | Dreamstime.com

Steht ihr Router samt WLAN möglicherweise im Keller und nehmen wir an, die Tochter in der zweiten Etage möchte Verbindungsgeschwindigkeiten nutzen, die ihr keine Tränen in die Augen schießen lassen, dann wird sicher noch mindestens ein WLAN-Repeater angeschafft werden müssen. Und für einen WLAN-Repeater muss natürlich auch der richtige Standort gefunden werden.

In jedem Fall sollte die WPA2 Verschlüsselungsmethode in Ihrem WLAN-Router aktiviert sein. Gibt es die nicht, sondern nur WEP oder WPA, sollte dieser Router schleunigst von Netz gehen. Nach dem heutigen Stand der Technik und nach menschlichem Ermessen, sollte dies Protokoll recht Sicher sein und es muss nicht gleich befürchtet werden, dass andere „mithören“.

LAN-Netzwerkkabel (Ethernet)

Netzwerkkabel
© Alphaspirit | Dreamstime.com
Wer dagegen das „My Home is my Castle“ Prinzip bevorzugt, der wird mehr Aufwand treiben müssen. Die Verteilung per Ethernet-Kabel (CAT 6) im Haus, ist dann die richtige und sicherste Lösung. Der Nachteil ist der, dass in den meisten Fällen ohne größeren Aufwand keine Verlegung möglich sein wird.

Es sei denn, sie sind ein Freund der Freiluft Verdrahtung, sprich, dem verlegen der Kabel nach dem Motto „Platz ist in der kleinsten Spalte“. Das Vorgehen führt durchaus auch zum Ziel, kann aber dafür sorgen, dass bei Kabelquetschungen plötzlich Verbindungsprobleme auftauchen, die Sie später auch nicht mehr richtig zuordnen können.

Einige Löcher für die Deckenüberbrückung sollten Sie daher mindestens einkalkulieren. Der anfallende Staub und Dreck lohnt sich dafür aber sicher, denn diese Methode wird die besten Ergebnisse erzielen.

PowerLAN, dLAN (direct LAN) oder Powerline

Diese Variante ist ebenso einfach wie genial. Bei dieser Technik werden die, auf die Stromleitungen auf modulierten Ethernet Signale im Hochfrequenzbereich über das Stromnetz übertragen. Dabei ist es möglich über einen Adapter, welcher in eine herkömmliche Steckdose zustecken ist, bis zu 1200 Mbit/s, bei maximal 300 Meter Reichweite, zu übertragen.

Wird also solch ein Adapter in der Nähe des Routers mit dem Stromnetz und dem Router selbst verbunden, kann man an anderer Stelle im Haus und an einer beliebigen Steckdose einem weiteren Adapter anschließen und so die Internet-Signale dort zur Verfügung stellen. Bei der heute üblichen Drehstrom-Verteilung mit drei Außenleitern kann es aber passieren, dass nicht die gleiche s.g. Phase im abgreifenden Raum zur Verfügung steht.
Moderne Adapter können aber auch Nullleiter und Schutzleiter nutzen, so dass eine Verbindung möglich ist.

Coaxlan (co@xLAN)

Eine relativ unbekannte Variante zur Verteilung von Internet-Signalen, ist die Nutzung des bestehenden Kabel-TV-Netzes im Haus, welche ähnlich der von Powerline vorhandene Leistungsnetze nutzt.

Dabei sind die Antennendosen bei Ihnen Fernsehern zusätzlich mit einem Kabelinternet Anschluss ausgestattet. Jede Dose dient dabei zur Einspeisung und als Signal-Quelle. Der Datendurchsatz rangiert bei etwa 200–500 Mbit/s und bietet ähnliche Vorteile der einfachen Verteilung wie Powerline.
Im Handel sind für diesen Typ sogar kleine WLAN-Access-Points erhältlich, die eine weitere Verbreitung ermöglichen.

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Autor: Thomas Dubbert
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Letztes Update dieser Seite: 08.02.2018 - 20:43:13