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Wann zahlt die Krankenversicherung für meine Brille?


Auf dieser Seite wird der Frage nachgegangen, ob es realistisch ist, dass Ihre private oder gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für Ihre Brille übernimmt.

Brille ist nicht gleich Brille!

Sparschwein mit Brille
© Michaelnivelet | Dreamstime.com
Brille ist nicht gleich Brille! - Die Qualität und damit auch der Preis variieren in weiten Grenzen.

Einige Brillengestelle werden von großen Optikern wie Fielmann.de sogar kostenlos angeboten, exklusivere Modelle können aber leicht mehrere hundert Euro kosten.

Auch bei den Gläsern besteht eine große Auswahl. Soll es Mineralglas sein oder doch besser Gläser aus Kunststoff, die deutlich leichter sind und daher einen höheren Tragekomfort bieten? Vielleicht ist auch eine Gleitsichtbrille angebracht, die sowohl zum Nah- als auch zum Fernsehen geeignet ist?
Zusätzlich können die Gläser noch entspiegelt oder mit einer besonders kratzfesten Oberfläche versiegelt werden.
Wie so oft hängt alles von der beabsichtigten Nutzung ab. Im alltäglichen Gebrauch kann beispielsweise eine Entspiegelung noch als Komfortmerkmal angesehen werden, auf das auch verzichtet werden kann. Mit einer nicht entspiegelten Brille nachts Auto fahren möchte allerdings wohl niemand!

Insgesamt betrachtet sind die Gläser die teuersten Bestandteile einer Brille, die auch bei geringer Sehschwäche und nur wenig Sonderwünschen schnell einiges kosten können.

Was zahlt die Krankenkasse?

Im Normalfall nichts!
Gestelle wurden schon 1997 aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen, die Gläser im Jahr 2004.

Eine wichtige Ausnahme bilden Minderjährige vor der Vollendung des 18. Lebensjahrs; für sie werden die Kosten einer Brille übernommen.
Auch für Patienten mit sehr stark eingeschränkter Sehkraft sind noch Zuschüsse vorgesehen. Dafür muss allerdings die Sehstärke auf beiden Augen unter 30 Prozent liegen. Ob das der Fall ist, kann nur der Augenarzt präzise feststellen. Wer aber Texte in normaler Schriftgröße noch ohne Sehhilfe lesen kann, erfüllt diese Bedingung meist selbst dann nicht, wenn das Lesen große Mühe bereitet.

Inzwischen wurde den gesetzlichen Krankenkassen ein wenig mehr Freiheit eingeräumt: Sie dürfen in beschränktem Umfang freiwillige Zusatzleistungen anbieten, die gesetzlich nicht vorgeschrieben sind. Einige Kassen nutzen das, um zumindest Zuschüsse zu Brillen zu zahlen.
Dabei ist es ihnen aber vollkommen freigestellt, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe sie diese Zuschüsse gewähren. Hier hilft nur eine konkrete Nachfrage bei der eigenen Kasse – oder ein Kassenwechsel!

Wer zahlt für die Brille - eine Zusammenfassung

Im Regelfall sind die Kosten einer Brille also selbst zu tragen.
Ausnahmen sind:
  • minderjährige Patienten
  • stark sehbehinderte Personen
  • Mitglieder von Krankenkassen, die freiwillig Zuschüsse anbieten

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in Einzelfällen auch

  • der Arbeitgeber
  • die Rentenversicherung
  • das Sozialamt oder Jobcenter
die Kosten einer Brille übernehmen. Die jeweiligen Voraussetzungen sind jedoch streng und sollten daher bei der entsprechenden Stelle erfragt werden.

Abschließende Gedanken

Seit die Kunden selbst zahlen müssen, wundert man sich, wie billig einfache Brillen sein können! So bietet Fielmann, wie bereits erwähnt, Brillen zum Nulltarif an, wobei man nur für die Gläser bezahlen muss.
Auch gibt es bei diesem Optiker eine Brillenversicherung für nur wenige Euro pro Jahr, die die Brille gegen alltägliche Beschädigungen absichert und so dem Brillenträger ein beruhigendes Gefühl verleit.

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Autor: Dietmar Rath
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Letztes Update dieser Seite: 29.03.2014 - 21:19:41