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Darf ich mein Auto zu Hause waschen?


Ein echter Autoliebhaber wäscht sein Auto am Liebsten zu Hause und verzichtet auf eine Waschanlage. Doch darf man das überhaupt?

Sind private Autowäschen erlaubt oder verboten?

Was denken Sie? Noch vor Jahrzehnten gehörte die wöchentliche Autopflege zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Jeden Samstag wurde das Auto persönlich eingeschäumt, mit dem Gartenschlauch abgespritzt und zum Schluss blitzblank poliert. Heute sind diese Zeiten (fast) vorbei - das bundesweit gültige Wasserhaushaltsgesetz (WHG) untersagt in der Regel die private Kraftfahrzeugreinigung.

Der Grund: Treib-, Schmier- und andere Schadstoffe versickern im Boden und gelangen ungefiltert in das Grundwasser. Deshalb raten Experten, vorher bei der zuständigen Wasserbehörde oder dem Umweltamt nachzufragen, welche Ortssatzung explizit gilt. Nur so lassen sich Ärger und hohe Bußgelder vermeiden!

Eine erfreuliche Nachricht gibt es dennoch: Auf Gartenschlauch und Hochdruckreiniger müssen Sie verzichten, aber das Polieren auf dem eigenen Grundstück ist erlaubt.

Wo und wie oft waschen Deutsche ihr Auto?

Laut aktuellen Umfragen halten 45 Prozent Kraftfahrzeughalter die Autopflege für wichtig. Im Durchschnitt bekommt jedes Privatfahrzeug sieben Mal im Jahr eine Rundumpflege. Rund 80 Prozent aller befragten Fahrer bevorzugen die professionelle Waschstraße mit folgenden Argumenten: enorme Zeitersparnis, perfekte Sauberkeit, wenig Aufwand und bester Lackschutz.
Die restlichen 20 Prozent nutzen immer noch die individuelle Handwäsche und sind der Überzeugung: der Aufwand lohnt sich, das Ergebnis ist viel besser und der Preis ist unschlagbar günstig.

Wie oft Kraftfahrzeuge reinigen?

Tipp

Für Liebhaber der Autohandwäsche gibt es professionelle „Selbstwaschfönpoliersauganlagen“. Hier kann jeder in separaten Boxen das Auto gründlich per Hand reinigen, ohne dabei eine Ordnungswidrigkeit zu begehen. Außerdem sind die Programme separat wählbar und kostengünstig.
Für den langfristigen Werterhalt von Kraftfahrzeugen und für die Verkehrssicherheit wird eine monatliche Grundreinigung empfohlen. Der wichtigste Termin im Auto-Pflegekalender ist der Frühlingsbeginn. Denn aggressive Streusalzrückstände und hartnäckige Schmutzreste haben dem Fahrzeug garantiert zugesetzt. Fachleute raten deshalb zu einer Komplettreinigung inklusive Unterbodenwäsche.

Selbstverständlich reicht die äußere Fahrzeugreinigung nicht aus. Auch der Innenraum verlangt eine regelmäßige Pflege. Deshalb Fußmatten, Teppichboden, Sitze und Verkleidungen gründlich absaugen. Gegen starke Verschmutzungen an Polstern, Scheiben, Armaturen, Lederflächen helfen passende Pflegemittel.

In den Sommermonaten ist die Lackpflege besonders wichtig. Denn Baumharze, Blüten, Insekten, Teerspritzer und Vogelkot sind echte Lackfresser. Werden Sie nicht regelmäßig entfernt, kann es im schlimmsten Fall zu Lack- bzw. Korrosionsschäden kommen.

Fazit

Tatsächlich ist die moderne Waschstraße der klassischen Handwäsche in vielen Dingen überlegen. Sie verfügen über eine sogenannte Brauchwasseraufbereitungs-Anlage und benötigen pro Fahrzeug im Schnitt nur 15 Liter Frischwasser. Außerdem werden während des gesamten Reinigungsprogrammes alle Rückstände über einen Abscheider gesammelt und umweltgerecht entsorgt.

Bei der manuellen Fahrzeugwäsche ist das komplett anders. Allein für Vorreinigung, Wäsche und Sauberspülen fallen satte 140 Liter Wasser an. Wer zusätzlich mit einem Hochdruckreiniger arbeitet, benötigt sogar noch mehr Wasser. Und nicht vergessen: Die Autowäsche per Hand ist (fast) überall verboten, absolut illegal und wird mit hohen Geldstrafen geahndet.

Autor: Marlene Meyer
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Letztes Update dieser Seite: 08.07.2018 - 12:38:36