Erfahrungsbericht Call Center Agentin Otto - dasinternet.net
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Erfahrungsbericht Call Center Agentin Otto


Diese Seite beschreibt die Erfahrungen einer Frau im Call-Center des Versandhändlers Otto.

In der Zeit, in der ich Leistungen durch das Job Center Essens erhalten habe, wollte ich aber nicht untätig herum sitzen und habe versucht, die Leistungen des Job Centers zu minimieren. Dies gelang mir dank eines Vorstellungsgespräches in Essen-Altenessen bei einem Callcenter für die Bestellannahme des Otto-Versandhandels. Es handelte sich um ein kleines Center in einem Wohnhaus mit ca. 14 Sitzplätze, die mit einem Telefon und einem Computer bestückt waren. Weiterhin war eine Küche und ein Sanitärraum natürlich auch vorhanden, wo wir Mitarbeiter uns etwas zu Essen machen konnte oder im Letzteren uns entledigen konnten.

Die erste Woche arbeitete ich auf Probe und saß ständig neben einer bereits geschulten Mitarbeiterin. Ich habe ein Headset erhalten und konnte dem Gespräch zu hören und lernen. Nach ca. 3 Stunden durfte ich den Computer nutzen, während die Kollegin das Telefonat führte und ich mit gehört habe. Am nächsten Tag durfte ich bei der Tipperei am Computer weitermachen und musste auch telefonieren. Dies noch unter ständiger Kontrolle, damit ich auch wirklich nichts falsch mache. Es klappte sehr gut, sodass ich ab den vierten Tag komplett alleine mit den Kunden zu tun hatte.

Meine Aufgabenbereiche bestanden darin Bestellungen anzunehmen, Reklamationen, Retouren oder auch Kundenservice zu leisten. Alles, was darüber hinaus ging und Rechnungsfragen betrafen musste ich weiterleiten in die Kundenzentrale. Dies konnte ich auch sehr gut bewerkstelligen. Meine Schichten waren sehr unterschiedlich und immer stets anders, sodass man sich an keinen Rhythmus gewöhnen konnte.

Manchmal musste ich erst um 09:00 Uhr anfangen und hatte um 16:00 Uhr bereits Feierabend. Denn anderen Tag fing ich um 16:00 Uhr an und meine Schicht endete um 22:00 Uhr. Weiterhin waren Arbeitstage an Weihnachten auch Pflicht und liefen von 10:00 Uhr - 17:00 Uhr ab. Die Bestellungen entgegen zunehmen war sehr einfach, aber für 3,90€ die Stunde erwarte ich bei 100 Stunden im Monat schon mehr Flexibilität. Oftmals, wenn ich frei hatte, wurde ich morgens um 08:00 Uhr - 09:00 Uhr angerufen, um arbeiten zu können, weil jemand anderes eine Krankmeldung eingab etc. Für das Gehalt hat sich das ganze Spiel natürlich nicht gelohnt.

Die Bestellungen blieben oftmals auch aus, sodass alle 12 Tische nicht mehr besetzt werden musste und man wurde dann auch gerne Mal nach einer Stunde arbeiten bereits nach Hause gesandt, was den ganzen Arbeitstag natürlich total kaputt machte, aber gleichermaßen die Freizeit. Während den Bestellungen waren Kunden häufig auch erbost, hatten ihre Unterlagen nicht parat, sodass die Geduld auf eine harte Probe gestellt wurde.

Ich selber habe nach einem Jahr den Job gekündigt, weil einfach die Gutmütigkeit und Flexibilität jedes Einzelnen auch ausgenutzt wurde, für gerade ein Mal 3,90€ die Stunde. Urlaub durfte man nicht haben und die Schichten wurden nie angepasst, obwohl man Termine hatte. Die Empfehlungen für diesen Job stelle ich jedoch infrage, denn für Schüler und ein kleinen Nebenverdienst lohnt es sich dann schon, aber auf keinen Fall für mehr, denn dafür wird einem zu viel abverlangt.

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Letztes Update dieser Seite: 13.08.2013 - 01:19:17