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Erfahrungsbericht Auslieferungsfahrerin von Pizzeria


Diese Seite beschreibt die Erfahrungen einer Frau als Lieferantin einer Pizzeria. Die Lieferungen erfolgten mit dem Auto.

Die Suche nach einem Nebenjob gestaltet sich nicht immer einfach und so war dies auch bei mir. Ich hatte durch meine Ausbildung mir eigentlich etwas ganz anders im Leben vorgestellt als direkt nach der Ausbildung für einige Jahre Nebenjobs bewerkstelligen zu müssen, damit ich mich über Wasser halten kann.

Da es jedoch etliche Pizzadienste und andere Dienste für Speisen gab, habe ich mich Mal entschlossen, bei einer hiesigen Pizzeria vorstellig zu werden. Entweder war es Zufall oder Glück, aber der Besitzer suchte eine weitere Auslieferungsfahrerin oder einen Auslieferungsfahrer für die Abendstunden von 17:00 Uhr - 22:30 Uhr. Ich habe mich natürlich gefreut und den Job sofort angenommen und war bereits am nächsten Tag mit meinem Privatauto auf der Arbeit erschienen. Zunächst bekam ich ein Navigator, um mich in Essen komplett zurechtzufinden, denn auch wenn man hier wohnt, weiß man noch lange nicht alle Straßen. Danach musste ich eine Firmenjacke tragen und mir wurde kurz erklärt wie ich mit Kunden und den jeweiligen Fressboxen wie sie genannt wurden umgehen muss/darf.

Der erste Tag war einfach total anstrengend. Ich war Blitzableiter, Lustobjekt, Beraterin und Auslieferungsfahrerin in einem. Ich habe an dem ersten Tag bestimmt um die 15 Bestellungen zu den Kunden innerhalb Essens ausgefahren und ca 20€ Trinkgeld erhalten, dies durfte ich neben dem Stundenlohn von 5,- natürlich auch behalten. Die Kunden waren recht freundlich, und wenn eine kleine Verspätung kam, dadurch, dass ich das bestellte Essen erst zu spät vom Chef erhalten habe, habe ich mich sofort entschuldigt und alle waren "noch" verständnisvoll. Doch dies änderte sich im Laufe der nächsten 2-3 Monate schlagartig. Aus irgendwelchen Gründen hatte mein Chef seine Lust auf den Dienst verloren und dies war an den Speisen oder an der Arbeitshaltung deutlich zu spüren. Teilweise waren Wartezeiten von eine bis drei Stunden auf einen lächerlichen Hamburger, mit Coca Cola und Pommes inbegriffen und dies konnte es nicht sein. In den 2-3 Monaten erhielt ich zusammen, wenn es hochkommt, 100,- Trinkgeld und dies ist wirklich noch hochgerechnet. Das, was mir jedoch dann mit den Kunden widerfahren ist, dadurch das der Chef sich so benommen hat, war unbezahlbar. Der Job war an sich sehr locker, denn die Arbeitszeiten waren in Ordnung und die Kunden ja am Anfang sehr zufrieden. Man konnte schön Autofahren und Musik laut aufdrehen, während man gearbeitet hat. Leider wurde meine Gutmütigkeit jedoch anhand der Stundenzahl deutlich ausgenutzt und ich kam auf weit aus mehr Stunden als nur 100 Stück im Monat, sodass ich auch Überstunden hatte und diese nur bedingt ausbezahlt bekam. Stattdessen hatte ich eine Art Flatrate für die Speisen des Chefs und durfte meine Überstunden verfressen, wenn man es auf gut Deutsch so sagen kann. Doch als junge Lady habe ich mich natürlich schön veräppeln lassen und musste aus dieser bitteren Erfahrung lernen.

Die Kunden haben mir entweder nicht Mal mehr die Türe aufgemacht, was mir persönlich nicht unverständlich war, wenn man drei Stunden auf ein Essen warten muss und am Telefon noch angepampt wird. Weiterhin wurde ich beleidigt oder das Essen wurde erst gar nicht mehr angenommen, aber die Türe geöffnet um mich halt einfach dumm auflaufen zu lassen. Die Menschen schienen vergessen zu haben, dass ich nur eine "billige" Kraft für meinen Chef war und mit der Zubereitung der Speisen gar nichts am Hut hatte. Schade eigentlich. Es folgten Beschwerden ohne Ende. Als jedoch dann anfing, dass ein Schnitzel nicht durchgebraten wurde, sondern in der Mitte noch rosa war oder auch Beschwerden wie das Essen schmeckt wie Hund hinten kamen, sah ich mich zwangsläufig zur fristlosen Kündigung gezwungen. Doch damit war es noch lange nicht vorbei:

Aufgrund dessen das ich der Blitzableiter für die Kunden war, weil mein Chef einfach Bockmist baute und ich dann, als die Qualität der Speisen nachließ, einfach aus Gewissensgründen nicht mehr für diesen Herrn arbeiten wollte begann erst mein Spaß. Ich habe nach der fristlosen Kündigung meinen Lohn im folge Monat nicht erhalten und musste sogar rechtliche Schritte einleiten. Jedoch sind meine schlechten Erfahrungen kein Einzelfall, dass ist mir bewusst, aber auch einfach nicht Standard, sodass Sie sich ruhig bewerben könnten. Ich würde jedoch immer empfehlen, dass man sich dann bei einem beliebten Pizzadienst bewirbt und einen den Sie selber wahrscheinlich auch schon kennen. Das erspart wahrscheinlich solche Erfahrungen, die ich selber erlebt habe, und kann den ganzen Streit auch vermeiden.

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Letztes Update dieser Seite: 13.08.2013 - 01:17:50