Erfahrungsbericht Taxifahrer - dasinternet.net
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Erfahrungsbericht Taxifahrer


Diese Seite beschreibt die negativen und positiven Erfahrungen eines Taxifahrers in einer deutschen Großstadt.

Da ich eine Zeit lang meine Finanzen aufbessern musste brauchte ich dringend einen Nebenjob. Da ich des Öfteren mit dem Taxi unterwegs war, informierte ich mich bei meinem Lieblingsfahrer Heiko ein wenig über das tägliche Lebens eines Taxifahrers. Dieser konnte mir auch direkt einen Job besorgen, sodass ich bereits einen Monat später im Taxi als Fahrer saß.
Ich hatte zuvor noch nie als Taxifahrer gearbeitet aber ich dachte, dass ich das schon schaffen würde.

Eine Taxizentrale funktioniert ganz einfach im Schichtbetrieb. Die Frühschicht ging bei mir von 6 bis 14h, die Mittagsschicht von 14 bis 22 Uhr und die Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr am Morgen. Man kann sich vorstellen, dass das nicht immer ganz so einfach ist, vor allem wenn man nebenher noch in einem anderen Beruf arbeitet. Aber daran habe ich mich dann recht schnell gewöhnt. Es gab mehrere Taxistände meines Taxiunternehmens, sodass ich immer woanders gestanden habe. Für jede Adresse, die ein Fahrgast nennt, gibt es einen Taxistand, den man sich dann auch merken muss. Um die ganzen Straßen und Abkürzungen zu lernen braucht es natürlich ein wenig Zeit, sodass man es am Anfang sicherlich schwer haben wird. Ich habe allerdings in der Einarbeitungszeit auch schon Geld bekommen, was ich sehr fair fand. Zwar bekam ich nur die Hälfte vom eigentlichen Lohn, jedoch war ich auch noch eher eine Last wie eine Hilfe. Es gibt eine Aufstellung für alle Hotels, Kneipen, Restaurants, Cafes, Eiscafes, Pubs, Sportvereine und vieles mehr.

Meine Zeit als Taxifahrer war teilweise wirklich stressig, aber auch sehr interessant, da man viele verschiedene Menschen kennengelernt. Manche wollen immer unterhalten werden, andere reden gar nicht. Ich habe viele Lebensgeschichten erzählt bekommen, sodass ich Menschen nun viel besser einschätzen kann. Also hat es mir auf menschlicher Ebene auf jeden Fall weitergeholfen, was ich sehr faszinierend fand.
Die meisten Fahrgäste wissen wahrscheinlich nicht, was für eine Arbeit hinter einem solchen Unternehmen steckt. Ich habe diesen Job würdigen gelernt und denke nun viel positiver von ihm. Außerdem muss man ja auch immer bedenken, dass man eine gewisse Verantwortung für die Mitfahrer hat. Ich war in den ersten Nächten als Taxifahrer nicht besonders ausgeschlafen, da ich den Job schlichtweg unterschätzt habe. Mit einigen Tassen Kaffee ging es dann natürlich, jedoch habe ich direkt daraus gelernt und mich vor den nächsten Nachtschichten gut ausgeruht.

Eher unangenehme Berichte muss ich leider auch mit einbringen. Da es natürlich auch Gäste gibt, die nicht ganz so einfach sind, muss man sich extrem beherrschen können.
Die interessanteste Geschichte, die ich zu bieten habe ist folgende: Ich hatte beispielsweise einen Fahrgast im mittleren Alter, der ein sehr komischen Verhalten aufwies. Ich holte ihn am Bahnhof ab und er wollte zu einer 30 km entfernten Straße. Nach etwa 5 Minuten begann er ein Gespräch und erzählte mir von seinem Leben im Gefängnis. Natürlich musste ich dann erst einmal schlucken und bekam es auch ein wenig mit der Angst zu tun, da er groß, breit und sehr kraftvoll aussah. Im Folgenden fragte ich natürlich nach dem Grund, den er mir vorerst nicht verraten wollte. Kurz bevor ich die Fahrt wirklich abbrechen wollte, da es wirklich unheimlich wurde, erzählte er mir, dass er mit Drogen hantiert hat, aber niemals einer Fliege was zuleide getan hätte. Plötzlich öffnete er sich mir und wirkte direkt viel sympathischer, die Angst verflog direkt!

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Letztes Update dieser Seite: 13.08.2013 - 01:24:59