Erfahrungsbericht Taxifahrer Dortmund - dasinternet.net
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Erfahrungsbericht Taxifahrer Dortmund


Auf dieser Seite lesen Sie mehr über die Erfahrungen eines Manns als Taxifahrer in der Großstadt Dortmund.

Nachdem ich bei meinem Arbeitgeber gekündigt wurde, aufgrund eines Stellenabbaus, habe ich mich erst ein Mal lustlos und leer gefühlt. Ich konnte mir einfach keinen neuen Job vorstellen, weil der alte mein Traumberuf gewesen war. Jedoch habe ich ein Kind und eine Freundin und damit war auch ein gewisses Maß an Verantwortung verbunden, sodass ich mich zum Job als Taxifahrer entschlossen habe. Somit bewarb ich mich in Dortmund als Taxifahrer.

Mein Bewerbungsgespräch lief sehr freundlich ab, jedoch wurde mir mitgeteilt, dass ich Kenntnisse in der Stadt benötigt und dafür eine bestimmte Ortskundeprüfung ablegen müsste. Diese wurde mir kulanterweise jedoch von dem Taxiunternehmen bezahlt und mein Führerschein besaß ich bereits länger als 2 Jahre, was eine Pflicht des Unternehmens war. Nachdem ich die Ortskundeprüfung bestanden habe, konnte ich auch direkt anfangen zu arbeiten. Selbstverständlich wurden mir die Gerätschaften in dem Taxi erklärt und vor allem auch mitgeteilt, dass zu meiner eigenen Sicherheit Kameras im Auto installiert sind.

Die erste Woche habe ich die Frühschicht besetzt und musste von ca 06:00 Uhr bis 15:00 Uhr arbeiten. Es handelte sich für mich eher schon um eine Art Vollzeitjob, aber ich wollte mich auch nicht beschweren. Anfänglich war ich bei meinen Kunden noch sehr zaghaft und zu schüchtern, doch das legte sich nach einem bis zwei Tage. Die Kunden waren morgens immer sehr freundlich zu mir und auch das Trinkgeld war oftmals nicht ohne. Es war keine Seltenheit, wenn am Tag 30€ zusammengekommen sind und das Mal 3 tage die Woche macht Mal eben 90€ nur für meine eigene Tasche, neben meines normalen Verdienstes.

Apropos mein Verdienst. Dieser betrug weil es nur ein vorübergehender Nebenjob mit Möglichkeit auf Festbeschäftigung vorerst ca. 500 netto. Es war also nicht die Welt, aber bei den angenehmen Frühschichten und dem Trinkgeld war es für mich kein Problem. Doch dann kamen die Spätschichten bzw. Wechselschichten. Diese hatten es in sich, wenn man nachts arbeiten musste und die Besoffenen durch die Gegend kutschieren musste. Die erste Zeit war es noch ganz witzig, wenn jemand Mal einen über den Durst getrunken hat, aber auf die Dauer war es einfach anstrengend.
Doch Gast war eben Gast und musste freundlich behandelt werden. Selbst wenn der Gast dich beleidigt hat, gestunken hat oder der Gast sich auch Mal im Auto übergeben hat. Das Gute an meinem Dienstwagen war auf jeden Fall, dass dieser Ledersitze hatten und somit einfacher zu reinigen waren.

Doch auch auf die Dauer wurde das Trinkgeld nachts nicht unbedingt mehr, sondern teilweise weniger. Die Leute waren gereizter, hatten es eiliger oder waren eben betrunken. Der Job hat mir beruflich, sowohl als auch privat einiges abverlangt. Mein Privatleben blieb durch die ewigen Schichtwechsel bis in den Morgen oder Nachtstunden auf ganzer Linie auf der Strecke. Mein Kind sah mich oftmals an einem Tag gar nicht, sodass der Zustand dauerhaft nicht tragbar gewesen war.

Ich würde diesen Job nur wirklich Singles vorschlagen, die keine privaten Verpflichtungen einem Kind gegenüber haben, denn durch den ständigen Schichtwechsel wird die Zeit für die Familie weniger. Weiterhin muss man sehr robust sein, denn nicht jeder Fahrgast ist auch ein angenehmer Gast. Gesundheitlich habe unter den ständigen stressigen Gästen und Schichtwechseln auch sehr gelitten, sodass ein neuer Job dringend her musste.

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Letztes Update dieser Seite: 13.08.2013 - 01:24:44