Ist es gefährlich sein Handy an der Tankstelle zu verwenden?

Noch schnell was im Internet checken, noch schnell daheim anrufen: An der Zapfsäule greift man immer wieder auch zu seinem Handy. Doch ist das nicht gefährlich? Hier gehen wir der Sache auf den Grund.
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Frau telefoniert an Tankstelle
Telefonieren und Tanken: Ist das wirklich gefährlich?
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Ist Handybenutzung an der Tankstelle riskant?

Jeder kennt die Aufkleber mit Handyverbot an der Tankstelle. Doch wie riskant ist die Benutzung von Handys an Tankstellen wirklich?

Vorab: Smartphones mit fest verankerten Akkus sind an Tankstellen unproblematisch. Unsicher wird es erst, wenn Akkus aus Handys herausfallen. Denn dann steigt die Gefahr von Bränden stark an.

Warum sind besonders Handyakkus für Tankstellen risikoreich?

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Der herausfallende Akku aus dem Handy hat das Potenzial, einen hochgradig kritischen Funkenflug zu verursachen. Solch ein Funkenflug könnte wiederum folgenschwere Benzindämpfe an der Zapfsäule oder sogar ausgeschüttetes Benzin entzünden. Auch andere brennbare Flüssigkeiten könnten ein massives Feuer auslösen.

Das wäre leider der ideale Nährboden für verheerende Brände und/oder großen Explosionen.
Das Handy selbst stellt nicht die Gefahrenquelle dar.

Allerdings gibt es laut ADAC und TÜV bislang keine nachweisbaren Fälle von Bränden an Tankstellen, die auf das Konto von herabgefallenen Handys gehen. Trotzdem existiert vielerorts (noch) das Handyverbot, weil die Bedrohung durch einen überhitzten Handyakku tatsächlich vorhanden ist.
Auch wenn die Brandgefahr eher unwahrscheinlich erscheint.

Ist die Verwendung von Handys bzw. Smartphones an Tankstellen heutzutage sicherer als früher?

Definitiv! So stammt das Handyverbot aus früheren Zeiten als Handys noch viel weniger robust waren. Zum Beispiel besitzen Modelle aus den (früheren) 2000er Jahren deutlich mehr Spannung als die modernen Smartphones der 2020er Jahre.
Weiterhin verfügen die Akkus in der Zwischenzeit über versenkte Kontaktpunkte. Diese versenkten Kontaktpunkte minimieren zusätzlich das Kurzschlussrisiko und somit auch das Unheil der Funkenbildung.

Die meisten Mobiltelefone haben mittlerweile äußerst kompakte und widerstandsfähige Akkus. Daher fallen die Geräte selbst bei einem harten Aufprall auf den Asphalt nicht auseinander.
Dementsprechend sieht man diese Verbotszeichen nur noch selten und viele Tankstellen haben die Schilder mit dem Handyverbot inzwischen entfernt.

All diese Aspekte senken das Risiko einer etwaigen Explosion an Tankstellen durch Handys erheblich. Dennoch ist diese Gefahrenquelle weiterhin gegeben, auch wenn die Gefährdung eines Funkenschlags letztlich minimal ist.

Fazit

Um gar kein Risiko einzugehen, ist es also trotzdem ratsam, das Handy bzw. Smartphone beim Tanken in der Tasche zu lassen. Das gilt ganz besonders, wenn man ein älteres Mobiltelefon mit losem Akku besitzt.

Konsequenterweise sollten ebenfalls alle weiteren Geräte mit Akkubetrieb (wie Tablet, iPad, iPod...) an Tankstellen nicht zum Einsatz kommen.

Schließlich sind Handys aus den 1990er und 2000er Jahren durch ihre Akkus sowie ihrer Strahlung deutlich gefährlicher für Tankstellen. Das lässt sich auch auf den Verbotsschildern gut erkennen, da dort in der Regel ältere Handymodelle mit z.B. großen Tasten abgebildet sind.

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Gibt es noch andere Gründe für das Handyverbot an Tankstellen?

Ja. Dabei handelt es sich aber lediglich um ein Überbleibsel aus der mobilen Steinzeit. Demnach war man einst der Überzeugung, dass von den elektromagnetischen Wellen ein hohes Risiko für Zapfsäulen ausgeht.

Gesetzliche Richtlinien

Die meisten Tankstellenbetreiber hängen die Verbotsschilder in Eigenregie an den Zapfsäulen auf. Hierbei geht es hauptsächlich um theoretisch mögliche Schadensersatzklagen vorzubeugen.
Jedoch existiert kein separates staatlichen Gesetz, sodass man bei einer Missachtung des Handyverbotes auf dem Tankstellengelände nicht von staatlicher Seite bestraft wird.
Das liegt auch daran, dass der Staat die Bedrohung an Tankstellen durch Handys als sehr gering einschätzt.

Hinzu kommt, dass der Tankstellenbesitzer das Hausrecht hat und wenn er Handybenutzung nicht erlaubt, darf er vom seinem Hausrecht Gebrauch machen.
Falls Sie dennoch auf seinem Gelände telefonieren (also eine sogenannte Zuwiderhandlung stattfindet), darf er Ihnen (auch dauerhaft) Hausverbot erteilen.

Autor: Julia Engels
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