Irrlichter: Was ist dran an dem Phänomen?

Irrlichten sind rätselhafte Phänomene, die immer wieder auftreten. Doch was ist dran daran? Hier gehen wir der Sache auf dem Grund.
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Licht nachts im Wald
Mysteriöses Irrlicht - oder doch auf natürliche Weise erklärbar.
Schauen Sie einfach genau hin!
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Irrlichter - Was es mit den unheimlichen Erscheinungen auf sich hat

Geisterhaftes Leuchten – Irrlichter oder auch Elmsfeuer sind Erscheinungen, die es in jeder Kultur unter anderen Bezeichnungen gibt. Die kleinen Lichter haben einen schlechten Ruf, weil sie demjenigen, der sie sieht, ein nahendes Unheil bringen sollen.

Aber gibt es Irrlichter wirklich?
Oder sind sie lediglich eine Geistergeschichte, die man sich früher erzählt?

Was versteht man unter einem Irrlicht?

Bei Irrlichtern, Irrwischen oder Elmsfeuer werden Phänomene beschrieben, bei denen in der Dunkelheit eine schwache Lichtquelle sichtbar wird, auch wenn es an dem Ort keine Lampe, Fackel oder sonstiger erklärbare Lichter geben kann. Viele Leute haben früher daran geglaubt, dass die unerklärbaren Lichter eine übernatürliche Ursache haben müssen.
Die Menschen erzählten sich, dass das Leuchten beispielsweise von Geistern, Kobolden oder Dämonen erzeugt wird, um Menschen in eine Falle zu locken.

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Die Lichterscheinungen sollen dabei besonders häufig in Moorgebieten oder in nebligen Nächten zu beobachten sein. Aber auch Seefahrer haben immer wieder davon berichtet, auf hoher See geisterhafte Lichter gesehen haben zu wollen.

Jack O´ Lantern
Illustration von Jack O´ Lantern
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Die Iren glauben beispielsweise an den sogenannten Jack O´ Lantern, der einer Legende nach den Teufel ausgetrickst haben soll. Als Strafe verweigerten ihm Himmel und Hölle den Eintritt und so soll Jack O´ Lantern mit einer immer glühenden Fackel durch die Nacht ziehen, um einen Weg in die Nachwelt zu finden. Diese Geschichte ist unter anderem die Grundlage für die Kürbislaternen, die man heutzutage in den USA und im englischsprachigen Raum an Halloween schnitzt.

In Japan glauben die Menschen dagegen, dass die Lichter sogenannte Hitodama sind. Dem Volksglauben nach soll es sich um die Seele von Verstorbenen handeln, die ziellos durch die Nacht fliegen.

Das steckt hinter den Irrlichtern?

Auch wenn die geisterhaften Erscheinungen aus Aberglauben entstanden sind, gibt es wissenschaftliche Ansätze, um die Ursprünge der Irrlichter zu ergründen. Die britische Gelehrtengesellschaft Royal Society hat sich unter anderem mit dem englischen Äquivalent zu Irrlichtern, den Will-o-wisps befasst und mögliche Ursachen für die Entstehung der Lichter aufgeführt.

Die erste Erklärung für Irrlichter hört auf das Wort Biolumineszenz. Es handelt sich hierbei um ein Phänomen, das bei Pilzen, Pflanzen, Algen, Quallen und Insekten wie den Glühwürmchen beobachtet werde können. Diese Lebewesen sind in der Lage, bestimmte chemische Prozesse auszulösen, die unter der Hinzugabe von Sauerstoff oder bestimmten Faulgasen eine Leuchtreaktion erzeugen.
Das Aufleuchten in der Dunkelheit gehört dabei zur Überlebensstrategie der jeweiligen Insekten und Pflanzen. Leuchtkäfer locken durch das Aufleuchten ihres Hinterteils beispielsweise geschlechtsreife Partner an, um sich zu paaren. Manche Pilze leuchten dagegen im Dunkel auf, um potentielle Fressfeinde abzuschrecken.

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Aber auch spontane Verbrennungen sind eine mögliche Erklärung für das geisterhafte Aufleuchten. Dabei reagieren Gase wie Methan und Sauerstoff in der Luft miteinander und entzünden sich, sodass kleine Explosionen zu sehen sind.
Auf ähnliche Weise können elektrische Entladungen zum Beispiel am Flügel eines Flugzeugs oder an Hochspannungsmasten geisterhaft aufleuchten. Diese Entladungen entstehen bei gewittrigen Witterungsverhältnissen als Ursache von magnetischen Aufladungen und sind mit sehr kleinen Blitzen vergleichbar.

Sind Irrlichter gefährlich?

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Irrlichter oder Irrwische als solche sind völlig harmlos.

Trotzdem sollte man nicht blindlinks auf sie zulaufen. Da sie gerade dann am besten strahlen, wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind, können Unvorsichtige schnell den Boden vor sich aus den Augen lassen und beispielsweise in einem Moor oder einem Sumpf auf weichen Boden treten, in dem sie dann einsinken können.

Genau kann es im dichten Nebel schnell passieren, dass man von der Straße abkommt und Abgründe oder Klippen, auf die man zusteuert, einfach nicht sieht.

Solche Unfälle mit tödlicher Folge sind vermutlich auch der Grund dafür, dass Irrlichter dem Aberglauben nach als böse Omen gelten.

Autor: B. Yoki
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