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Woher kommt der Saharastaub?

Wenn sich der Himmel ganz gelb und orange färbt, liegt das oftmals am Saharastaub. Doch was ist das und woher kommt der Staub den genau?
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Direkt zum Ursprung des Sahara-Staubs

Kündigt der Wetterdienst warme Luftmassen an, ist das in aller Regel ein Grund zur Freude. Denn gerade in den ersten, oft noch kühlen Wochen des Jahres freuen wir uns auf wärmere Temperaturen. Die wärmsten Luftmassen, die Deutschland erreichen können, kommen aus der nordafrikanischen Wüste, der Sahara.

Saharastaub  Radolfzell
So kanns ausschauen: Saharastaub über der Stadt Radolfzell am Bodensee
Markus Keller - stock.adobe.com / 493411359

Doch neben den oft relativ hohen Temperaturen haben diese Luftmassen nicht selten noch ein besonderes Geschenk für uns im Gepäck, das den Frühjahrsputz zu einer noch sinnvolleren Aufgabe werden lässt: den Saharastaub.

Staub kann, aufgewirbelt durch Wind, in hohen Luftschichten viele hundert Kilometer zurücklegen. In Spanien ist Saharastaub beispielsweise, aufgrund der geografischen Nähe zu Afrika, keine Seltenheit. Doch auch bis nach Deutschland verirrt sich der rötliche Sand hin und wieder.

Nicht immer zeigt sich der Saharastaub in Deutschland so deutlich, dass man es tatsächlich merkt. Jedoch erreichen uns oftmals unbemerkt mehrmals im Jahr Luftmassen, die den feinen Sand bei uns hinterlassen. Die Intensität dieser Saharastaub-Niederschläge variiert, da der Staub vor allem in den hohen Luftschichten ansässig ist, so dass wir nur selten bewusst mitbekommen, dass der Staub Deutschland erreicht.

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Ist Saharastaub gefährlich?

Gefährlich ist der Saharastaub allerdings normalerweise nicht. Der Wüstenstaub ist, so Experten, kaum durch schädliche Umwelteinflüsse belastet und schadet uns daher tendenziell weniger als etwa die stets präsenten industriellen Abgase der Luft.
Lediglich vorbelastete Menschen, etwa Allergiker oder Asthmatiker, sollten während dieser Zeit besonders auf ihre Gesundheit achten, da die Feinstaubbelastung entsprechend höher sein kann.

Staubwolken sind uns in Deutschland übrigens auch ohne den Sand aus der Sahara nicht fremd. Liegen die Felder noch brach und bleiben aufgrund trockener Phasen ohne Feuchtigkeit, können auch hier schon entsprechende Staubwolken über das Land wehen, der sogar viele Kilometer weit getragen wird.

Blutregen – schlechtes Omen?

In früheren Zeiten galt der sogenannte Blutregen als schlechtes Omen. Dieser entsteht, wenn der Staub aus der Sahara zu uns und die Staubpartikel in die Atmosphäre gelangen. Entwickelt sich dort zugleich Niederschlag, wird der Staub mit der Feuchtigkeit zu Boden transportiert.
Es entstehen in der Folge rötliche Ränder und Flecken, wenn die Feuchtigkeit wieder trocknet und der Staub zurückbleibt. Diese wurden vor vielen Jahrzehnten als schlechtes Zeichen gedeutet und mit Blut in Verbindung gebracht.

Tatsächlich handelt es sich jedoch lediglich um den rötlichen Saharastaub, der im Zuge des entstehenden Niederschlags in Form eines rötlichen Staubs überall absetzt. Der Regen an sich ist dabei allerdings kaum als „rot“ zu erkennen.

Erst nach dem Niederschlag wird der gelb-rötliche Staub auf Gegenständen wie Autos oder Gartenmöbeln erkennbar. Dabei handelt es sich also keineswegs um ein „schlechtes Omen“, sondern lediglich um vollkommen ungefährlichen Staub.

Als kleine Entschädigung für den nun noch relevanter gewordenen Frühjahrsputz von Auto, Garten und Fenstern bringt der Saharastaub jedoch auch schöne und besondere optische Momente mit sich:
Der rötlich gelbe Staub in den hohen Luftschichten beschert uns oftmals beeindruckende Sonnenaufgänge und -untergänge und taucht so manche Region zeitweise in Farben, die an alte Sepia-Fotoaufnahmen erinnern.

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Autorin: Alexandra Ingenpaß
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