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Woher kommen die Steine in der Erde?

Sie haben sich bei der Gartenarbeit schon mal gefragt woher die ganzen Steinchen in der Erde kommen? In diesem Artikel erfahren Sie, warum Sie immer wieder neue Steine ausgraben (werden).
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Steine Acker
Steine auf einem Acker
Damit im Garten alles grünt und blüht, muss der Boden gesund sein. Gesunde Erde ist frisch und krümlig, gut durchlüftet und mit Wasser versorgt. Der Gartenboden ist voller Leben, wird von Regenwürmern und anderen grabenden Lebewesen aus der Natur bewohnt, die gute Voraussetzungen schaffen für die Entwicklung vieler Mikroorganismen.
In einem solchen Boden können die Pflanzen reichlich Nahrung finden. Gartenbesitzer freuen sich über einen nahrhaften Boden – dagegen sind die Steine, die in den Gemüsebeeten oder Rasenflächen immer wieder aufgefunden werden, sind für viele bei der Gartenarbeit allerdings ein vermeidliches Ärgernis.

Die Steine im Beet

Kohlrabi Pflanze
Kohlrabi wächst auf Humusboden
auch gemischt mit Steinen.
Humus ist ein wertvoller Nährstoffspeicher, Ton vermindert die Durchlässigkeit und hat so eine Filterwirkung für bestimmte Nährstoffe, dagegen erhöht Sand die Durchlässigkeit und der sogenannte Schluff verbessert das Wasserspeicherungsvermögen des Bodens, ohne Nährstoffe aktiv einzubinden. Diese Bestandteile sind mit unterschiedlichen Anteilen im Gartenboden vorhanden.

Darüber hinaus tauchen auch Steine im Beet auf, die von vielen Gärtnerinnen und Gärtnern beharrlich entfernt werden und trotzdem immer wieder zu finden sind. Woher kommen die Steine denn eigentlich?

Der Frosthub ist die geologische Erklärung

Möhren gehen in einem Bett voller Steine auf
Möhren gehen in einem Bett
voller Steine auf.
Das Phänomen in unseren Gartenbeeten kann geologisch schlüssig erklärt werden. Tatsächlich wandern Steine aus tieferliegenden Erdschichten während des Winters nach oben.

Die Geologen bezeichnen diesen Vorgang als Frosthub: An sonnigen Wintertagen sammelt sich Wasser unter den Steinen in den unteren Erdschichten. Kühlt das Wasser unter den Steinen dann wieder ab und gefriert es, werden die Steine nach oben gedrückt, denn Eis beansprucht wesentlich mehr Platz als Wasser.

Gibt es also während des Winters zahlreiche Wechsel zwischen Tauwetter und Frost, finden wir im darauffolgenden Frühling auch wieder viele Steine an der Oberfläche der Gartenerde.

Ein Lob der Steine

Steine sind also natürliche Bestandteile eines gut gemischten Gartenbodens - die kleinen Exemplare sollten durchaus an Ort und Stelle belassen werden. Während viele Unkräuter Erde ohne Steine lieben, weil sie sich besser ausdehnen können, fühlen sich die beliebten blühenden und zierenden Stauden in Begleitung von Steinen umso weniger von Unkraut bedrängt.

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Kleine Steine im Gartenboden erhöhen zudem die Tragfähigkeit, die Wärmespeicherung, die Durchlüftung und die Durchlässigkeit für allzu viel Wasser. Im Übrigen gelten sie als Nährstofflieferanten: Aufgrund der Fähigkeit von Pflanzen, Säuren abzugeben und auch aufgrund der natürlichen Verwitterung werden aus Steinen peu à peu wichtige Spurenelemente wie Kalk, Magnesium, Mangan, Kalk und Aluminium freigegeben, die steinlosen Böden erst separat zugegeben werden müssen.

Allerdings: Dass steinige Böden Wasser schlecht speichern und schwerer bearbeitet werden können als weitgehend steinfreie Gartenböden, ist nicht von der Hand zu weisen – erstrecht nicht mit einem ersten Blick auf den schönen Rasen.

Der Rasen ist kein Kiesbett!

Rasen und Steine vertragen sich nicht gut! Liegengelassene Steine zerstören nicht nur die gepflegte Anmutung der Rasenfläche, sondern auch schnell die Messer des Rasenmähers.

Pferdebohne geht gerade auf
Steine über Steine im Gemüsebeet

Nichtsdestotrotz ist ein normaler steinhaltiger Mutterboden auch für den Rasen der beste Untergrund. Denn auch der hat mithilfe der Steine bessere Wachstumsbedingungen. Deshalb soll der Rasen vor dem Schnitt zunächst abgeharkt werden, um die aufliegenden Steinchen zu entfernen.

Anschließend werden die Gräser dafür sorgen, dass die Steinchen im Boden bleiben, ihnen beim Wachstum helfen und nicht den Rasenmäher zerstören.

Autor: Liz
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