Woher stammen eigentlich Christbaumkugeln?

Zum Christbaum gehören Sie einfach mit dazu: Christbaumkugeln. Doch woher sie wirklich stammen wissen wohl die wenigsten. Hier gehen wir der Sache genauer auf den Grund.
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Christbaumkugeln an den Baum hängen
Christbaumkugeln machen Weihnachten erst richtig schön
Vitalii - stock.adobe.com / 527545112

Christbaumkugeln bringen die weihnachtliche Stimmung in die Wohnung

Jahr für Jahr erfreuen wir uns an ihren Farben, Mustern und dem besonderen Glanz, den sie unseren Weihnachtsbäumen bescheren: Christbaumkugeln gehören zum klassischen Baumschmuck und sind aus der Weihnachtszeit kaum wegzudenken.
Doch wer kam eigentlich auf die Idee, Kugeln an den Weihnachtsbaum zu hängen und hat damit den absoluten Siegeszug des beliebten Christbaumschmucks eingeläutet?

Exportschlager aus Deutschland, der Weihnachten und die Welt eroberte

Der Fantasie sind beim Schmücken des Weihnachtsbaums kaum Grenzen gesetzt. So landen neben Klassikern wie Lametta und Kerzen oft die skurrilsten Dinge am weihnachtlichen Baum – doch um ein Dekoelement kommt kaum ein Weihnachtsfreund herum: Die Christbaumkugel.

Früher schmückte man seinen Weihnachtsbaum nicht unbedingt mit edlem Schmuck. Stattdessen hingen Obst, Nüsse, Süßigkeiten Gebäck oder kleine Papierbasteleien am Weihnachtsbaum.
Äpfel als Symbol für den Sommer oder auch Nüsse für die Fruchtbarkeit waren typischer Baumschmuck. Die Baumkugel kam erst mit dem 19. Jahrhundert ins Spiel.

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Evangelische Kirche Lauscha Thüringen
Evangelische Kirche Lauscha
Jutta Adam - stock.adobe.com / 64720842

Von Thüringen aus in die ganze Welt

Ihren Ursprung hat die Christbaumkugel in Thüringen, genauer gesagt in Lauscha. Dort wurden im 19. Jahrhundert die ersten Glaskugeln, die nach und nach den klassischen Schmuck wie Äpfel und Nüsse ersetzten, hergestellt. Von Thüringen aus verbreiteten sich die gläsernen Christbaumkugeln im Laufe der Zeit in der gesamten christlichen Welt.

Während der damals klassische Baumschmuck für viele Menschen unerschwinglich war, da Lebensmittel wie Äpfel und Nüsse, aber auch Mehl und Zucker, teuer waren, verfügten die Menschen in Lauscha über ein besonderes Talent: Sie waren (und sind) Meister in der Herstellung und Verarbeitung von Glas.

Um den Weihnachtsbaum also festlich wie gewohnt, jedoch ohne die teuren Lebensmittel zu schmücken, entwickelten die Glasbläser in Lauscha im 19. Jahrhundert die Idee, stattdessen schön verzierte Kugeln, vermutlich in Anlehnung an die Form des Apfels, herzustellen. Die Christbaumkugel war geboren und somit ein absoluter Exportschlager geschaffen, wie sich später herausstellen sollte.

Lange Tradition

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Der vermutlich älteste Nachweis auf die ersten Weihnachtskugeln findet sich in einem Auftragsbuch eines Glasbläsers aus Lauscha. Dieser Eintrag stammt aus dem Jahr 1848 und beinhaltet die Bestellung von sechs Dutzend Weihnachtskugeln in unterschiedlichen Größen.
Diese Kugeln wurden damals, bis zum industriellen Einsatz von Gas, in Heimarbeit und mit der Hilfe von Bunsenbrennern, Rapsöl und Paraffin hergestellt. Erst als Gas und damit eine deutlich heißere Flamme verwendet wurde, konnten die Kugeln so zart und dünnwandig gefertigt werden, wie wir sie heute kennen.

Von Lauscha aus nahmen die Glaskugeln ihren Siegeszug auf: Im Jahr 1880 wurde der amerikanische Kaufhausketten-Gründer Franklin Woolworth auf die Glaskugeln aus Lauscha aufmerksam. Es folgten umfangreiche Exporte der fragilen Kugeln in die Vereinigten Staaten.

Erst im 20. Jahrhundert begannen auch andere deutsche Regionen mit der Herstellung der Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, die seither mitunter auch in Wien und Nürnberg traditionell hergestellt werden. Die Glasbläserstadt Lauscha jedoch gilt bis heute als die Geburtsstätte des runden Baumschmucks.

Autorin: Alexandra Ingenpaß
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