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Super E10 mit Super mischen? Die Hintergründe zu E10.

Hier erfahren Sie mehr zu Super E10, was darin enthalten ist und vor allem verschiedene Vor- und Nachteile davon.
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Über E10: Woher stammt der Name?

Im Jahr 2006 wurde europaweit Super E5 eingeführt, im Jahr 2011 folgte dann Super E10. Was bedeutet der Zusatz E5 oder E10? Er weist auf die prozentuale Beimischung von Ethanol hin. Ethanol ist ein Alkohol, der aus Biomasse hergestellt wird. Bei Super E5 sind es bis zu 5% Ethanol, bei Super E10 bis zu 10%.

Dadurch sollen die Erdölreserven geschont und die CO2 Bilanz verbessert werden. Für die Erzeugung der benötigten Biomasse (z.B. Getreide, Mais, Raps, Zuckerrüben) gelten strenge, ökologische Anbauregeln.

Ob ein Fahrzeug Super E10 verträgt, kann z.B. auf den Internetseiten der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), der Automobilclubs, der jeweiligen Fahrzeughersteller und natürlich durch Befragung der Fachwerkstätten herausgefunden werden.
In Deutschland beträgt aktuell der Anteil von Super E10 bei den Benzinkraftstoffen ungefähr 20%.

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Nachteile von Super E10

Der Ökosprit steht insofern in der Kritik, da er landwirtschaftliche Nutzfläche verbraucht, die sonst für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden könnte. Sind die Motoren nicht auf ihn ausgelegt, können tatsächlich Kunststoffe (Dichtungen, Schläuche) angegriffen werden, was zu Pannen, Motorschäden und teuren Reparaturen führen kann.
Da Ethanol eine geringere Energiedichte als Benzin aufweist, steigt der Mehrverbrauch bei Verwendung von Super E10 um ca. 1 Prozent.

Da anfänglich die Preisdifferenz zu "normalem" Sprit gering war und zudem Super E10 fälschlicherweise nachgesagt wurde mehr Wasser im Motor anzusammeln, weshalb mit Korrosion im Motor, insgesamt mehr Verschleiß zu rechnen und öfters ein Ölwechsel durchzuführen sei, griffen die Verbraucher zunächst weiterhin fast ausschließlich zum gewohnten "Saft".

In Brasilien fahren jedoch fast alle Fahrzeuge, nach einer Umstellung der Zündung, problemlos sogar mit Kraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 80%.

Vorteile von Super E10

Neben der Schonung der Erdölreserven und der besseren CO2-Bilanz kann Super E10 sogar das Kraftstoffsystem reinigen (z.B. die Einspritzdüsen). Da Ethanol wie ein Emulgator wirken kann (Flüssigkeiten verbindet), ist eine Verwendung bei langen Standzeiten sehr empfehlenswert, da er Kondenswasser mit Benzin binden und so dafür sorgen kann, dass Metalltanks nicht rosten und sich unten im Tank kein Wasser absetzt, was sonst bei einem Restart zu Problemen führen würde.

Der derzeit größere Preisvorteil von Super E10 lässt immer mehr preisbewusste Verbraucher zum nun wesentlich günstigeren Zapfhahn greifen. Da die weltweiten Erdölreserven immer mehr schwinden, neue Ölfelder immer schwieriger und aufwändiger zu erschließen sind, wird dieser Preisvorteil immer größer werden.

Dieser Preisvorteil ist sogar dauerhaft garantiert, da die Mineralölkonzerne dazu verpflichtet sind einen gewissen Anteil von Super E10 abzusetzen, sonst drohen Strafzahlungen.

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Kann man Super E10 mit Super mischen?

Fahrzeugen, die eine Super E10 Verträglichkeit aufweisen, kann man natürlich problemlos "normales" Super beimischen, da der Ethanolanteil dadurch sinkt. Es gibt keine Fahrzeuge, die ausschließlich auf Super E10 ausgelegt sind und nur mit Super E10 betankt werden können.

Hat ein Fahrzeug keine Freigabe für Super E10, sollte man ihm, um auf Nummer sicher zu gehen, nicht einmal einen kleinen Anteil Super E10 hinzutanken. Für viele Youngtimer und Oldtimer wurden, aufgrund des geringen Restfahrzeugbestands, gar keine Tests auf die Super E10 Verträglichkeit mehr gemacht.
Die Besitzer solcher automobiler Schätzchen greifen meistens sowieso zu Super Plus und müssen häufig noch ein paar Schlückchen Bleiersatz hinzufügen.

Fazit

Da es noch lange Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor geben wird, sollte zukünftig v.a. auf die E-Fuels gesetzt werden, welche nicht auf der Verwertung von Biomasse basieren, sondern auf jene, die CO2 aus der Luft binden können.
Für die Herstellung dieser E-Fuels wird viel Energie benötigt. Diese könnte durch Solarparks, z.B. in der Sahara, gewonnen werden. Pipelines könnten dann die E-Fuels an die Küste und Tanker sie anschließend u.a. nach Europa befördern.

Man könnte dann weiterhin die bisherige Tankstelleninfrastruktur nutzen und würde so auch weit weniger Rohstoffe verschleißen als für eine vollständige Batterieelektrifizierung.
Das ökologische Gewissen könnte auch auf diese Art und Weise fast restlos beruhigt werden.

Autor: Optichoice
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