Erfahrungsbericht Texterin bei Textbroker - dasinternet.net
dasinternet.net verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Netzwerke anbieten zu können und die Besucherzahlen zu analysieren. Mit der Nutzung von dasinternet.net akzeptieren Sie dies. Weitere Informationen zum Datenschutz
OK und Warnung für 30 Tage schließen
chevron_right chevron_right chevron_right chevron_right chevron_right

Erfahrungsbericht Texterin bei Textbroker


Lesen Sie hier mehr zu Erfahrungen einer jungen Autorin bei Textbroker.

Wenn das Privatleben sich nicht an Regeln hält und die Gesundheit uns im Stich lässt, stehen wir dem meist machtlos gegenüber – so auch ich.
Wenn man außerdem den Traumjob nicht mehr bedingungslos ausführen kann, wird’s erst recht schwierig. Bei mir kamen diese drei Faktoren zusammen und führten mich irgendwann zu Textbroker – einer Textbörse im weltweiten Netz, die jedermann nutzen kann.

Ich hatte vor einigen Jahren großes Glück, denn ich hatte eine Chance, die sich viele sehnlichst herbei wünschen: Ich durfte meinen Traumjob erlernen und wurde Hundepsychologin. Gerade als alles in die rechte Richtung zu laufen schien, stand jedoch privat ein Umzug an, der meine zarten Kundenkontakte zunichte machte.
Dazu kam, dass am neuen Standort bereits derart viele Hundetrainer arbeiten, dass es schier unmöglich schien, noch Kunden „abzugreifen“.

Schweren Herzens und bestätigt durch meine Gesundheit, die mir ebenfalls großen Ärger bereitete, ließ ich das Thema also zunächst ruhen. Doch einfach nur „ruhen“ ist auf Dauer nicht die Lösung – das Geld und die Beschäftigung fehlen eben doch. Wo ich mich früher mit irgendwelchen Jobs durchschlug, tat sich hier am neuen Wohnort einfach nichts auf – dazu private Umstände, die so manchen Job schlicht unmöglich machten.

Und so machte ich aus einem geliebten Hobby eine Arbeit, die nicht nur Spaß bereitet, sondern auch ein kleines bisschen Geld in die Kasse bringt: Ich begann (wieder) zu schreiben. Schon früher schrieb ich im Auftrag für Internetblogs, Zeitungen und News-Channel, nun schreibe ich für „Gott und die Welt“.

Der Weg in die Textbörse war einfach und vor allem dem Zufall geschuldet. Wie das Internet so ist, führt es uns ab und an auf Seiten, die wir suchen, es aber selbst noch gar nicht wissen. So auch in diesem Fall. Mit einem Mal fand ich mich auf der Plattform wieder, las mir die Bedingungen genau durch und stellte fest, dass diese kaum vergleichbar sind mit den AGBs ähnlicher Börsen.

Kurz entschlossen bastelte ich einen Probetext, der für die Anmeldung notwendig war, zusammen und schickte ihn ab. Noch am gleichen Abend erhielt ich eine Email, die neben meinen Zugangsdaten auch eine Art Benotung enthielt. In dieser Textbörse werden die Autoren zwischen zwei und fünf Sternen eingestuft, wobei Profitexter die Fünfsterne-Auszeichnung erhalten.
Ich freute mich: Mein letztes professionelles Texten lag lange zurück und trotzdem stufte mich das Team direkt bei vier Sternen ein.

Ich tastete mich in den kommenden Tagen Stück für Stück durch die Plattform und fand heraus, dass man von der Bezahlung wohl kaum leben könnte. Ein nettes Taschengeld ist es aber in jedem Fall.
Immer wieder wird Börsen-Autoren Preisdumping vorgeworfen, doch tatsächlich arbeiten die „professionelleren“ unter uns durchaus für einen entsprechenden Preis. Schlussendlich sind wir (so behaupte ich) allesamt nicht studiert.
Wer sein Journalistik-Studium bzw. seine Journalist-Ausbildung absolviert hat und ernst zu nehmender vollberuflicher Autor ist, verlangt in jedem Fall einen anderen Preis – bekommt jedoch auch andere Qualität. So einfach ist das eben.

Ich lebe von Lob und ein paar Euro „Taschengeld“. Im Moment sehe ich Textbroker in erster Linie als „Übungsplattform“. Ich scheine zwar eine natürliche Begabung für diesen Job zu haben (ich rede gern und viel und ebenso verhält es sich mit dem Schreiben), doch ich habe es nicht von der Pike auf gelernt.

Nicht zu vergessen ist jedoch die Tatsache, dass ich von Zuhause aus arbeite – wann ich will, wo ich will, soviel ich will. Wer kann das schon von sich behaupten? Ich bin mein eigener Chef, nehme Aufträge an, wenn sie mir gefallen und genieße so eine Freiheit, die ein „normaler“ Beruf in aller Regel nicht mit sich bringt.
Sicherlich muss ich mich auch hin und wieder mit Auftraggebern „herumärgern“, jedoch überwiegen die freundlichen „Geschäftspartner“.

Mir sehr gut in Erinnerung ist beispielsweise, wie ich eine Agentur voller Marketingprofis begeistern konnte (und es noch immer kann). Wenn die dort angestellten professionellen Texter keine Ressourcen freihaben, greifen sie gern auf Autoren der Textbörsen zurück. Diese Agentur war mein Glücksgriff, denn ich konnte schon mit dem ersten Text derart begeistern, dass nun regelmäßig stapelweise Aufträge an mich gehen.

Doch abgesehen von diesem Extrageld muss ich sagen: Für mich ist die Freude, wenn meine Arbeit gut ankommt, der größte Lohn.

Dieser Nebenjob ist sicherlich nicht für jeden geeignet. Wie oft hören wir Autoren den Satz: Ach, schreiben kann doch jeder. Doch damit ist es nicht getan: Perfekte Rechtschreibung, fehlerlose Grammatik, ein enormer Wortschatz und ein gewisses Talent zur Recherche sind nur die gröbsten Voraussetzungen.
Generell behaupte ich, wer gern und fehlerlos schreibt, findet bei Textbroker eine nette Nebenbeschäftigung.

Doch auch wenn sich „freie Zeiteinteilung“ (abgesehen von Deadlines, die nach Annahme des Auftrags eingehalten werden müssen) erst mal verlockend anhört: Ehrgeiz und ein gewisses Tempo sind ebenso gefragt. Gerne lässt man Dinge liegen, wenn keiner Druck ausübt – doch hier bekommt man sein Geld nicht durch bloße Anwesenheit. Jedes Wort zählt und somit auch jede Minute, die am PC verbracht wird.
Durchtippte Nächte gehören da ebenso dazu wie ewige Recherchen und Blackouts.

Alles in allem muss ich jedoch klar betonen:
Ich liebe diesen Job.

Sogar so sehr, dass ich in naher Zukunft auch abseits der Börse schreiben möchte – doch von Textbroker werde ich mich so schnell dennoch nicht abwenden. Schlussendlich habe ich dieser Börse auch meine Zusammenarbeit mit mehreren sehr „treuen“ Stammkunden zu verdanken – so darf ich seit einiger Zeit mehr oder weniger regelmäßig für dasinternet.net schreiben und habe daran großen Spaß.
Gute Zusammenarbeit, interessante Inhalte, ein gewisses Maß Freiheit trotz professioneller Briefings – da strahlt das Autorenherz.

Lesen Sie weitere Erfahrungsberichte zu diversen Nebenjobs

Beachten Sie bitte:
Der Urheber dieses Erfahrungsberichts ist nicht dasinternet.net, sondern eine hier mit vollständigem Namen nicht genannte Person, die den Erfahrungsbericht dasinternet.net zur Verfügung gestellt hat. Die Person hat dasinternet.net das volle Nutzungsrecht eingeräumt und somit einer Veröffentlichung auf dieser Seite zugestimmt.
Weitere Informationen zur Urheberschaft von Inhalten auf dasinternet.net erhalten Sie hier.

Ebenso beachten Sie bitte, dass die hier dargelegten Äußerungen und Meinungen nicht zwingend denen von dasinternet.net entsprechend. Die zur Verfügung gestellten Erfahrungsberichte werden in der Regel unzensiert veröffentlicht.

Christoph Neumüller 2002-2018 - dasinternet.net - Alles was das Internet kann...
Die Haftung für den Inhalt verlinkter Websites ist ausgeschlossen. Die Seite enthält ggf. Werbung in Form von Links und Bannern.
Letztes Update dieser Seite: 02.06.2014 - 22:51:48