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Was tun, wenn der Dispozins zu hoch ist?

Leider sind auch in Zeiten niedriger Zinsen Dispozinsen sehr hoch. Was Sie gegen hohe Dispozinsen tun können, erfahren Sie in diesem Artikel.
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Dispositionskredit

Konto
© Ginasanders | Dreamstime.com
Besitzt man ein Girokonto und hat man ein regelmäßiges Einkommen, so ist es möglich dieses Girokonto kurzfristig zu überziehen. Das heißt, dass man das Konto mit mehr Abbuchungen belasten kann, als dort eigentlich Geld eingezahlt ist.
Selbstverständlich ist diese Überziehung nicht kostenlos. Vielmehr muss man Zinsen, sogenannte Dispozinsen, zahlen.

Im Gegensatz zu normalen Krediten, die man beispielsweise hier vergleichen kann, ist ein Dispositionskredit (kurz auch einfach Dispokredit) teurer, da er vorher bei der Bank nicht beantragt wurde, sondern sehr spontan vergeben wurde, um beispielsweise kurzfristig eine Rechnung zu begleichen oder einen Dauerauftrag auszuführen.

Aktuelle Zinsen (2016) sind beispielsweise für längerfristige Baukredite bei rund 1,5 bis 2 Prozent, während ein Dispozins bei rund 7 bis 15 Prozent liegt.

Kennen Sie Ihre Dispozinsen?

Laut einer aktuellen FORSA-Umfrage zum Thema Kredite unter 1000 Kreditnehmern, kennen 42% der Befragten ihre Dispozinsen nicht.

Die erschreckenden Befunde dieser Stunde machen eines sehr deutlich: Die Banken verdienen oftmals gutes Geld mit Dispozinsen, da viele den genauen Zinssatz nicht kennen und gar nicht auf die Idee kommen deshalb entweder das Konto zu wechseln oder explizit andere Formen von Krediten anstatt dem Dispokredit abzuschließen.

Deshalb sollte man als erste Lehre aus diesem Artikel mitnehmen, dass man sich über seinen aktuellen Dispozinssatz informieren sollte.

Das Konto wechseln aufgrund hohen Dispozinsen

Vergleichen Sie die aktuellen Dispozinssätze anderer Banken und überlegen Sie ernsthaft auch genau deswegen Ihr Konto zu wechseln.
Auch heute gibt es noch viele kostenlose Girokonten mit guten Konditionen. Darüberhinaus ist der Kontowechsel heute so einfach wie noch nie, sodass es kaum noch Hürden gibt sein Konto auch zu wechseln.

Als Richtwert für aktuell (2016) gute Dispozinsen kann man 7 bis 8 Prozent sehen. Eher schlechter ist alles über 10 Prozent.

Nach Kleinkredit umschauen

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein Dispokredit nur als kurzfristige finanzielle Unterstützung beispielsweise am Monatsende zu sehen ist. Sie sollten darauf verzichten planbare Anschaffungen über einen Dispositionskredit zu bezahlen.

Viel sinnvoller sind hier sogenannte Kleinkredite oder 0-Prozent-Finanzierungen.
Insbesondere online finden sich unzählige Angebote zu Kleinkrediten mit kurzen Laufzeiten und geringen Kreditzinsen, welche man anstatt eines teuren Dispokredits nach kleinem Antrag auch schnell in Anspruch nehmen kann.

Das folgende Rechenbeispiel macht diesen Sachverhalt nochmal deutlicher:

  • Überzieht man beispielsweise über 6 Monate sein Girokonto (10% Dispozins) mit 1500 Euro, so zahlt man hierfür rund 90 Euro direkt an die Bank
  • Wählt man einen Kleinkredit beispielsweise mit 3% und einer Laufzeit von 12 Monaten, so zahlt man für 1500 Euro, weniger als 45 Euro an Zinsen und hat nebenbei auch länger Zeit zur Tilgung.

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