Ramadan - der Fastenmonat im Islam - dasinternet.net
dasinternet.net verwendet Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Netzwerke anbieten zu können und die Besucherzahlen zu analysieren. Mit der Nutzung von dasinternet.net akzeptieren Sie dies. Weitere Informationen zum Datenschutz
OK und Warnung für 30 Tage schließen
chevron_right chevron_right chevron_right chevron_right

Ramadan - der Fastenmonat im Islam


Dieser Artikel informiert über die genauen Abläufe des Ramadan und das Zuckerfest, welches den Ramadan abschließt. Ebenso erfahren Sie hier, wann der nächste Ramadan stattfindet.

Grober Ablauf des Ramadan

Ramadan
Ramadan
Der Fastenmonat Ramadan (Arabisch: رمضان) hat besondere Bedeutung für den Islam, weil in diesem Monat erstmals der Koran als Richt- und Leitlinie für die Menschen herabgesandt wurde.
Dem zu Ehren wird einen Monat lang von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang gefastet. Dies geschieht in Anlehnung an die prophetische Weissagung, der zu entnehmen ist, dass gefastet werden soll, wenn die Mondsichel zu sehen ist und das Fasten erst dann gebrochen werden soll, wenn diese wieder zu sehen ist – also nach einem Monat, der je nach Jahr entweder 29 oder 30 Tage hat.

Als zweiter Teil des Ramadan, der nicht minder wichtig ist, spenden die Gläubigen Almosen an die Armen. Der Ramadan ist von integraler Bedeutung für gläubige Muslime, denn er zählt neben der Bekenntnis, dem Gebet, den Almosen und der Pilgerreise zu den fünf Säulen des Islam.

Klare Regeln für die Fastenzeit

Die im Koran verankerte Pflicht zu fasten wird nach strengen Regeln vollzogen.
Ausgeschlossen von dieser Pflicht sind lediglich jene, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der Lage sind, die strengen Regelungen einzuhalten. Auch geistig geschwächte und noch nicht volljährige Kinder sind von dieser Pflicht ausgenommen.
Die Pflicht beginnt mit der Geschlechtsreife. Bei den Mädchen bedeutet dies, dass sie ab der ersten Monatsblutung den Regeln der Fastenzeit folgen müssen. Die Jungen haben zu fasten, sobald sie ihren ersten Samenerguss hatten.

Die Regeln sehen vor, dass das Fasten als eine Form der Enthaltung, auch imsak genannt, klar definierte Tätigkeiten ausschließt. Demnach ist neben dem Essen und Trinken zum Beispiel auch der Geschlechtsakt strengstens verboten.

Abgesehen von diesen eher praktischen Einbußen bergen die Regeln zur islamischen Fastenpflicht auch moralische Aspekte, die während des Fastenmonats einzuhalten sind. So ist das üble Nachreden seines Nächsten sowie Verleumdung und auch Lügen und Beleidigen besonders während dieser Zeit strengstens untersagt.
Während des Ramadan sind Muslime außerdem dazu verpflichtet, den täglichen Koranlesungen beizuwohnen oder selbst ins Gebet zu gehen.

Dem Koran entsprechend wird während der einmonatigen Fastenzeit tagsüber auf genannte Aspekte verzichtet.

Zitat aus dem Koran:

... und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!
Koran - Sure 2, Vers 187

Die tägliche Fastenzeit beginnt daher wie bereits gesagt, bei Sonnenaufgang und endet bei deren Untergang.

Das Ende der Fastenzeit: eines der größten Feste des Islam

Das Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt, beendet die Zeit der Enthaltsamkeit. Es dauert drei Tage an und wird, beginnend mit einem gemeinsamen Gebet, meist relativ ausschweifend gefeiert.

Wann wird Ramadan gefeiert?

Heuer im Jahr 2019 beginnt der Ramadan am 16. Mai und endet mit dem Fastenbrechfest, das am 15. Juni stattfindet und 2 bis 3 Tage dauert. Nächstes Jahr beginnt der Ramadan am 24. April 2020 und endet am 5. Juni 2020.

Da der Ramadan für den neunten Monat des islamischen Kalenders steht, ist sein Datum nicht gleichbleibend auf einen Tag festgelegt. Der islamische Kalender orientiert sich am Mond, wodurch er kürzer als der gregorianische Kalender (= der in Deutschland übliche Kalender) ist.
Dementsprechend verändert sich das Datum des Ramadan jährlich um etwa elf Tage.

Ramadan – der Monat der Besinnung

Der Ramadan hat klare Aufgaben: Er soll den Muslimen helfen, sich in Selbstdisziplin zu üben, die Seele und den Körper reinigen. Zudem soll er die Gläubigen daran erinnern, dass die Dinge, auf die sie verzichten, durchaus ein Luxus sind.
Er räumt mit der Selbstverständlichkeit auf, jederzeit essen oder auch trinken zu können und stärkt die Glaubensgemeinschaft.

Auf etwas zu verzichten, das einen hohen Stellenwert im Leben einnimmt, kostet Überwindung, Kraft und Energie – doch es belebt auch Körper und Geist. Körperlich gut situierte Menschen tun demnach gut daran, dem Beispiel des Fastens der Muslime in der Zeit des Ramadan nachzueifern.

Das könnte Sie auch interessieren:

Autorin: Alexandra Ingenpaß
Weitere Informationen zur Urheberschaft von Artikeln bei dasinternet.net finden Sie hier.

Christoph Neumüller 2002-2018 - dasinternet.net - Alles was das Internet kann...
Die Haftung für den Inhalt verlinkter Websites ist ausgeschlossen. Die Seite enthält ggf. Werbung in Form von Links und Bannern.
Letztes Update dieser Seite: 14.04.2017 - 11:28:48