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Fünf Tipps zum Vermeiden von Thrombose auf einem Flug


Insbesondere auf langen Flügen kann Thrombose zur Gefahr werden. In diesem Artikel erfahren Sie, was sie gegen Thrombose auf Langsteckenflügen tun können.

Über Thrombose

Thrombosen sind Erkrankungen, bei denen sich Blutgerinnsel in einem der Blutgefäße herausgebildet haben. In vielen Fällen handelt es sich um eine Thrombose der tiefen Beinvenen. Neben erblich bedingter Venenschwäche können verschiedene äußere Bedingungen Verursacher einer solchen Thrombose sein.
flag Weitere Informationen zur Thrombose erhalten Sie hier.

Gefahr insbesondere bei langen Flügen

Oman Air B737
Langer Flug und enge Bestuhlung.
Das kann eine Gefahr für Thrombose-Patienten darstellen.
Langes Sitzen mit angewinkelten Beinen und unter allgemein eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten gehört zu den Risikofaktoren, die auf einem Langstreckenflug auftreten können. Die zunächst unangenehmen Folgen sind schwere Beine, Flüssigkeit kann sich einlagern und im schlechtesten Fall bildet sich ein Blutpfropf in einer Beinvene.
Dieser Thrombus könnte sich nachfolgend ablösen und zum Verursacher einer Lungenembolie werden.

warning So vermeiden Sie Thrombosen

Fünf Tipps wirken geschwollenen Füßen, dicken Beinen und einer drohender Thrombosegefahr entgegen:

Viel trinken!

Viel Trinkflüssigkeit regt die Zirkulation des Blutes an - mindestens 250 Milliliter pro Stunde werden Reisenden empfohlen. Weil die trockene Luft im Flieger für eine deutlich verminderte Flüssigkeitsaufnahme über die Haut sorgt, ist viel Trinken besonders angesagt.

Aber bitte kein Alkohol! Vielmehr kann Alkohol dem Organismus zusätzlich Wasser entziehen. Er erweitert die Venen und sorgt für einen schlechteren Rückfluss des Blutes.

Beingymnastik hilft

Ziehen Sie möglichst bald Ihre Schuhe aus – und denken sie daran: Bewegung wirkt dem Thromboserisiko vor. Allerdings ist sie im engen Flugzeug zugegebenermaßen eingeschränkt.

Aber sogar im engen Sitz können Sie für eine verbesserte Durchblutung ihrer Beine sorgen. Wer etwa im Stundentakt seine Waden stretcht, die Fersen abwechselnd senkt und hebt und Füße kreist, kann dicken Beinen und Thrombosen vorbeugen. Dabei reichen jeweils fünf bis zehn Minuten aus.
Ab und an aufzustehen und einige Schritte im Gang des Flugzeugs entlang zu gehen hilft ebenfalls.

Tragen Sie Kompressionsstrümpfe

Besonders auf Langstreckenflügen sollten Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Sie aktivieren die Blutzirkulation und den Blutfluss durch die Venen. Letztendlich verhindern sie dicke Beine und sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.

Dabei ist es wichtig, die Kompressionsstrümpfe so früh wie möglich und deutlich vor dem Beginn des Flugs anzuziehen. Nutzen Sie aus, dass die Beine frühmorgens abgeschwollen sind. Denn angesammelte Flüssigkeit hatte während der Nachtruhe die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Feinstrümpfe und Gleitsocken unter den Kompressionsstrümpfen erleichtern das Anziehen.

Übrigens: Modernere Kompressionsstrümpfe aus Mikrofaser werden als angenehmer empfunden als die reißfestere, klassische Variante.

Stützstrümpfe sind annehmbare Alternativen zum individuell angepassten Kompressionsstrumpf - wenn auch im vergleichsweise geringeren Umfang. Verbunden mit angenehmer, bequemer Kleidung beugen Stützstrümpfe geschwollenen Beinen und Thrombosen vor. Enge Jeans fördern keinesfalls einen gesunden Blutfluss durch die Beine.

Kein ASS!

Gegen Venenthrombose auf Flugreisen war in der Vergangenheit die Acetylsalicylsäure (ASS) empfohlen worden. Medizinischen Studien gelang allerdings bisher kein Wirksamkeitsnachweis. Denn Acetylsalicylsäure wirkt nicht in den Venen, sondern primär im arteriellen Bereich. Demnach wirkt ASS nicht dort Blut verdünnend, wo es notwendig wäre. Deshalb wird die vorbeugende Einnahme des Wirkstoffs nicht mehr empfohlen.

Im Zweifelsfall: Gehen Sie zum Arzt

Verschiedene Faktoren begünstigen tiefer liegende Venenthrombosen – chronische Venenschwäche, große Krampfadern oder eine zurückliegende Thromboseerkrankung gehören ebenso dazu wie Operationen unmittelbar vor der Reise, Tumore, Herzschwäche, Hormonersatztherapien, Schwangerschaft und sogar Rauchen oder Übergewicht.

Treffen mehr als zwei Risikofaktoren zu, sollte vor Reisebeginn eine Konsultation mit dem Arzt erfolgen. Die Verabreichung einer vorbeugenden Spritze mit niedermolekularem Heparin verhindert die Koagulation des Blutes und beugt so Thrombembolien vor.

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Autor: Elisabeth Weniger
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Letztes Update dieser Seite: 17.10.2017 - 21:44:36