Unterschied zwischen Rosinen, Sultaninen und Korinthen

Veröffentlicht: 05. März 2023 Aktualisiert: 06. Mai 2023 von
Viele kennen getrocknete Rosinen, die in Gebäck verarbeitet sind oder für manche einfach zum Müsli dazugehören. Daneben gibt es auch noch Sultaninen und Korinthen. Doch was sind eigentlich die Unterschiede. Hier gehen wir der Sache auf den Grund.

Verschiedene Trockenfrüchte
Getrockete Trauben - unter anderem Rosinen
monticellllo - stock.adobe.com /

Rosinen, Sultaninen und Korinthen – wo sind eigentlich die Unterschiede?

Viele kennen es: Das gut ausgestattete Regal im Laden ist beeindruckend, doch bei der Wahl zwischen Rosinen, Korinthen und Sultaninen sind wir dann doch überfordert.
Wir klären auf: Wo liegen die Unterschiede zwischen Sultaninen, Korinthen und Rosinen?

Die meisten Menschen sind der Ansicht, sowohl bei Rosinen als auch bei Korinthen und Sultaninen handelt es sich um das gleiche Produkt.
Tatsächlich ist das jedoch nur bedingt richtig, denn Korinthen werden aus einer vollkommen anderen Sorte Trauben hergestellt als Sultaninen und Rosinen. Diese beiden stammen zwar von der gleichen Traubensorte, unterscheiden sich allerdings unter Umständen in der Art der Trocknung.
Getrocknete Weinreben werden übrigens generell als „Rosinen“ bezeichnet, was sich schlichtweg zu einem gängigen Oberbegriff entwickelt hat.

Korinthenschälchen
Korinthen schauen aus wie Rosinen
nipaporn - stock.adobe.com / 197176118

Die Herkunft entscheidet, ob Rosine, Sultanine oder Korinthe

Die Herkunft der Früchte macht einen großen Unterschied aus:
  • Korinthen werden aus Trauben hergestellt, die aus Griechenland stammen. Besonders häufig werden dazu Trauben aus der Region um Korinth verwendet.
    Die kleinen, meist dunkelvioletten Früchte haben einen besonderen Geschmack, durch den sich die Korinthen von anderen getrockneten Beeren absetzen.
  • Die kernlosen und sehr süßen Trauben, die für Rosinen und Sultaninen verwendet werden, stammen meist aus der Türkei.
  • Mittlerweile werden allerdings alle gängigen Sorten, die nach ihrer Trocknung zu Rosinen, Sultaninen oder Korinthen werden, auch in anderen Ländern hergestellt. Darunter die USA, Südafrika und Australien.

Unterschiedliche Schritte bei der Trocknung

Neben der Herkunft spielt auch die Herstellung eine Rolle.:
  • Sultaninen durchlaufen während ihrer Herstellung spezielle Schritte. Zunächst werden Sie „gedippt“. Das bedeutet, dass sie mit einer speziellen Mixtur aus Olivenöl und Pottasche besprüht werden.
    Die Wachsschicht, welche die Frucht schützt, wird dadurch aufgelöst, so dass die Schale durchlässig wird. Daraufhin benötigen die Früchte nur noch eine verkürzte Trockenzeit von etwa vier Tagen, während derer sie etwa 95 Prozent ihres Wassers verlieren.
  • Rosinen dagegen werden ohne das vorherige „Dippen“ getrocknet und benötigen daher etwa sechs Tage.

Das Trocknen selbst erfolgt bei allen getrockneten Weintrauben auf die gleiche Weise:

  • Nachdem sie entweder hängend oder auf speziellen Planen ausgebreitet in der Sonne getrocknet sind, enthalten die Früchte nur noch etwa 15 Prozent ihres Wassergehalts.
  • Daraufhin werden die Beeren von den Stielen gelöst.
  • Es folgt das Aussortieren der zu kleinen oder braunen Beeren.
  • Die Früchte werden erneut gewaschen und getrocknet.
  • Nachdem die Beeren schlussendlich möglichst viel ihres ursprünglichen Wassergehalts verloren haben, werden sie mit Sonnenblumenöl behandelt, damit sie nicht zusammenkleben.

fröhliches Rosinen-Gesicht
Gesicht aus Rosinen geformt

Gesunde kleine Kalorienbomben

Rosinen sind in jeder Version gesund. Allerdings bestehen sie auch etwa zur Hälfte aus Fruchtzucker, was sie durchaus zu kleinen Kalorienbomben macht. Sie enthalten vor allem:
  • B-Vitamine
  • Kalium
  • Eisen
  • Magnesium
  • Zink
  • und Calcium

Damit die Früchte haltbarer werden, werden sie häufig nach der Trocknung geschwefelt. Ist dies der Fall, muss es (ab einem Zusatz von zehn Milligramm pro Kilo) auf der Packung vermerkt sein. Dabei wird entweder Schwefel zu Schwefeldioxid verarbeitet oder es werden schwefelartige Verbindungen zugesetzt.

Das Schwefeln der Früchte ist allerdings umstritten, denn es bringt auch Nachteile mit sich: Trockenfrüchte, die geschwefelt wurden, können Kopfschmerzen und Übelkeit auslösen. Außerdem wird das Vitamin B1 in den Früchten bei dem Vorgang zerstört. Daher wird empfohlen, auf ungeschwefelte (Bio-) Früchte zurückzugreifen.

Christoph Neumüller 2002-2024 - dasinternet.net - Alles was das Internet kann...
Die Haftung für den Inhalt verlinkter Websites ist ausgeschlossen. Die Seite enthält ggf. Werbung in Form von Links und Bannern.
Kennzeichnung externer Links mit: | Kennzeichnung Werbelinks mit: | Letztes Update dieser Seite: 06.05.2023 - 22:29:38