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Wussten Sie schon, dass das schlimmste Flugzeugunglück...


Hier erfahren Sie, welches das schlimmste Flugzeugunglück (kein Terrorakt) in der Geschichte der Luftfahrt war.

Wussten Sie schon, dass das schlimmste Flugzeugunglück die Flugzeugkatastrophe von Teneriffa im Jahr 1977 war?

Das Flugzeug gilt zum Beispiel im Vergleich zum Auto als sehr sicheres Verkehrsmittel.

Dennoch ereignen sich mehrmals im Jahr auf der ganzen Welt diverse Flugzeugunglücke, bei denen leider immer viele Menschen gleichzeitig verunglücken.

Als größtes Unglück dieser Art gilt die Flugzeugkatastrophe von Teneriffa, in welcher am 27. März 1977 bei einem Zusammenstoß zweier Flugzeuge 574 Personen ihr Leben verloren haben.
Das Unglück ereignete sich auf dem Flughafen Teneriffa Nord - Los Rodeos um 17:06 Ortszeit.

Bei dem Unfall waren zwei Boeing 747 ("Jumbojet", siehe Bild weiter unten) verschiedener Versionen beteiligt, welches die sehr hohe Opferzahl erklärt:

Flugzeug 1

  • Fluggesellschaft: Pan American World Airways (PanAm)
  • Flugzeug: Boeing 747-121 (Kennzeichen: N736PA)
  • Flug: Los Angeles via New York JFK nach Gran Canaria (außerplanmäßig: Teneriffa Nord)
  • Flugnummer: PA 1736
  • Passagiere: 380 - Crew: 16
  • Überlebende: 70

KLM B747
KLM Boeing 747 in Amsterdam im Jahr 2011
Flugzeug 2
  • Fluggesellschaft: KLM Royal Dutch Airlines (KLM)
  • Flugzeug: Boeing 747-206B (Kennzeichen: PHBUF)
  • Flug: Amsterdam nach Gran Canaria (außerplanmäßig: Teneriffa Nord)
  • Flugnummer: KL 4805
  • Passagiere: 234 - Crew: 14
  • Überlebende: 0

Ursachen, die zum Unfall führten:
Aufgrund einer Bombendrohung am Flughafen Gran Canaria war es für PanAm und KLM nicht möglich direkt dort zu laden, weshalb die beiden 747 und auch andere Großraumflugzeuge zum Flughafen Teneriffa Nord umgeleitet worden sind.
Der Flughafen Teneriffa Nord galt zur damaligen Zeit als reiner Regionalflughafen, der mit den umgeleiteten Flugzeugen im Bezug auf Parkmöglichkeiten und Unterbringung der Passagiere überfordert war.

Aus diesem Grund war es für die Passagiere von PanAm und anderen Airlines aufgrund des kleinen Terminals nicht mehr möglich auszusteigen, welches zu einer gewissen Anspannung führte.
Die Passagiere der KLM-Maschine konnten im Übrigen schon aussteigen.

Um 14:30 Uhr Ortszeit wurde die Bombendrohung in Gran Canaria aufgehoben. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in Gran Canaria direkt nach der Aufhebung, verzögerte sich der Abflug für die Maschinen in Teneriffa nochmals.
Genau diese Zeit nutze der KLM-Pilot zum Auftanken der KLM-Boeing, um später in Gran Canaria Zeit sparen zu können.

Erst um 16:41 Uhr erhielt die KLM-747 die Erlaubnis die Triebwerke zu starten. Um 16:42 Uhr - also eine Minute später - erhielt PanAm dieselbe Freigabe.
Zu dieser Zeit bedenklich war die dichte Nebelbank, welche über dem Flughafen aufzog und die Sicht erschwerte bzw. unmöglich machte (ein Bodenradar-System gab es zu dieser Zeit noch nicht).

Zum Unfallhergang:

  • 16:58 Uhr: Die KLM-Maschine rollte die Startbahn hoch und machte dort eine 180 Grad Drehung und wartete dann auf die Startfreigabe.
  • 17:02 Uhr: Auch die PanAm-Maschine sollte über die Startbahn rollen und über die dritte Querbahn ("Charlie 3") diese verlassen und über einen Taxiway (= neben der eigentlichen Startbahn) zur Startposition weiterrollen.
  • 17:06:06 Uhr: Während die PanAm-Maschine im dichten Nebel und ohne Ortskenntnis die dritte Querbahn suchte, wurde dem Piloten der KLM-Maschine die ATC-Freigabe gewährt, die dem Piloten den Flug nach der vorgegebenen Route nach dem Start erlaubt - eine eigentliche Starterlaubnis war dies jedoch nicht.
  • 17:06:12 Uhr: Der Pilot der KLM löst die Bremsen und beginnt mit dem Start. Die PanAm ist noch immer auf der Startbahn
  • 17:06:18 Uhr: Der Tower bestätigt den Start mit "Ok..."
  • 17:06:19-17:06:20: Die PanAm gibt zu bedenken, dass sie noch immer auf der Startbahn sind. Der Tower bestätigt dies nur Sekunden später.
  • 17:06:32-17:06:35: KLM-Flugingenieur erwähnt gegenüber dem Kapitän, dass die PanAm immer noch auf der Startbahn ist.
  • 17:06:44 Die 747 der KLM hebt ab.
  • 17:06:50 Die beiden Boeing 747 kollidieren.

flag Das vollständige und in Englisch verfasste Kommunikationsprotokoll lässt sich hier nachlesen.

Als Hauptschuldiger des Unglücks wurde später der Kapitän der KLM ausfindig gemacht, da dieser zum einen einen Start ohne ausdrücklicher Startfreigabe durchführte.
Zum anderen brach er den Start nicht ab, obwohl er eigentlich wissen hätte müssen, dass die PanAm weiterhin auf der Startbahn ist.

Bei späteren Untersuchungen hat sich zudem herausgestellt, dass die KLM-Maschine ohne das Auftanken wahrscheinlich über die PanAm-Maschine hinweg geflogen wäre ohne diese zu beschädigen. Das Unglück wäre damit vermutlich vermieden worden.

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Anmerkung:
Dieser Artikel betrachtet keine Terrorakte mit Flugzeugeinsatz, in welchen leider auch Menschen ums Leben kamen. In der Tat haben so zum Beispiel die Terroranschläge vom 11. September 2001 mehr Opfer gefordert.
Eine Liste der schlimmsten Terroranschläge finden Sie übrigens hier.
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Letztes Update dieser Seite: 12.10.2017 - 21:56:12