Die Karnevalszeit - vom 11.11. bis Aschermittwoch steht die Welt Kopf

Die närrische Zeit Karnevalszeit dauert für die Hartgesottenen vom 11. November bis zum Aschermittwoch. Lesen Sie hier mehr zu allen wichtigen Tagen des Karnevals und warum diese gefeiert werden.
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Am 11. November geht's los:

Karneval Düsseldorf
Karneval in Düsseldorf startet am 11.11 mit einem großen Straßenfest
© Hel080808 | Dreamstime.com
Am 11.11. um 11:11 Uhr geht es offiziell los: Die Karnevalszeit beginnt! Unterbrochen wird diese „fünfte Jahreszeit“ lediglich vom 1. Advent bis zum 6. Januar, während der besinnlichen Weihnachtszeit. Mit der fünften Jahreszeit ist die Zeit gemeint, ehe das Fasten beginnt, das sich über 40 lange Tage bis Ostern zieht.

Der Begriff Karneval wird vor allem im Rheinland verwendet, während andere Regionen Deutschlands Fasching oder Fastnacht feiern. Insbesondere die in Baden-Württemberg begangene schwäbisch-alemannische Fastnacht unterscheidet sich in ihrem Ursprung und auch bis heute in der Umsetzung von dem rheinländischen Karneval.

Mit dem Ende der Weihnachtszeit erwachen die Narren und Jecken in ganz Deutschland wieder aus ihrer besinnlichen Weihnachtspause. Karnevalssitzungen werden veranstaltet und die ersten Karnevalsfeiern finden statt.

Die eigentliche Karnevalszeit umfasst sechs Tage – beginnend mit dem Donnerstag vor dem Fastnachtsmontag und endend mit dem Aschermittwoch. Ehe die närrische Zeit im 13. Jahrhundert auf diese sechs Tage ausgedehnt wurde, bezog sich die Fastnacht lediglich auf die Nacht vor dem Aschermittwoch.

Der 11.11. – der offizielle Beginn der Karnevalszeit

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Am 11.11. um exakt 11:11 Uhr beginnt die verrückte Narrenzeit offiziell. Die Wahl dieses genauen Zeitpunkts geht darauf zurück, dass es sich bei der einprägsamen Angabe um eine sogenannte Narrenzahl handelt, wie man sie bereits im Mittelalter nannte.

Die Zahl Elf hat mittlerweile einen hohen Stellenwert im Karneval und findet sich dementsprechend immer wieder – so zum Beispiel beim Elferrat. Getreu dem Motto: „Einer mehr als die zehn Finger und einer weniger als die zwölf Apostel“ – also „nichts Halbes und nichts Ganzes“.
Zudem begann früher mit dem Martinstag am 11.11. eine vorweihnachtliche Fastenzeit, so dass es sich anbot, an diesem Tag noch einmal ordentlich auf den Putz zu hauen.

Donnerstag: Weiberfastnacht

Weiberfastnacht
Weiberfastnacht/Fasching auch in München
© Biserko | Dreamstime.com
Der Donnerstag vor dem Rosenmontag läutet den Straßenkarneval ein, der bis Dienstag andauert. Der Donnerstag wurde als Beginn der verrückten Tage gewählt, da am Freitag, dem Todestag Christi, nicht gefeiert wurde und am Samstag alles für die folgenden ausgelassenen Feiern vorbereitet werden musste. Dieser Tag ist auch als „Weiberfastnacht“ bekannt.

Diese Tradition hat ihren Ursprung im Mittelalter. Zu dieser Zeit waren Frauen ihren Männern in sämtlichen Belangen unterstellt. Ein Grundgedanke des Karnevals ist es, die Welt für kurze Zeit vollkommen auf den Kopf zu stellen – so also auch das klassische Machtgefüge, sodass an diesem Tag die Frauen alle Macht erhalten sollten.

Darauf beruhend haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Traditionen, so etwa das Abschneiden der Krawatten der Herren als Zeichen der „beschnittenen“ Männlichkeit, etabliert, die nach wie vor zelebriert werden. Viele Regionen Deutschlands haben jedoch ihre eigenen Traditionen, die sich mitunter stark unterscheiden.

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Rosenmontag

Rosenmontagsumzug Mainz
Rosenmontagsumzug in Mainz
© Tang Man | Dreamstime.com
Der Rosenmontag ist vor allem für seine Rosenmontagszüge bekannt. Diese sind der Höhepunkt des Karnevaltreibens und ziehen Jahr für Jahr unglaubliche Menschenmengen an. Diese Umzüge finden in vielen deutschen Städten statt, der Kölner Rosenmontagszug ist jedoch der bekannteste und am meisten besuchteste.

Veilchendienstag

Der Dienstag zwischen dem Rosenmontag und dem Aschermittwoch wird noch einmal von, meist kleineren, Karnevalsumzügen beherrscht. Am bekanntesten ist der Veilchendienstagsumzug in Mönchengladbach, doch auch in Köln finden an diesem Tag weitere kleine Umzüge und Zusammenkünfte statt.

In Köln kommen abends zudem die Menschen zusammen, um der sogenannten Nubbelverbrennung beizuwohnen. Die an Weiberfastnacht aufgehängte lebensgroße Strohpuppe, die Nubbel genannt wird, gilt als „Sündenbock“ und wird am Veilchendienstag verbrannt, nachdem er während einer symbolischen Gerichtsverhandlung schuldig gesprochen wird.
So wird dem Nubbel beispielsweise die Schuld für Sünden und Verfehlungen der Menschen zugesprochen, die mit seiner „Verurteilung“ und „Bestrafung“ abgegolten sind. Nachdem der Nubbel um Mitternacht in einem Leichenzug durch die Stadt getragen und schlussendlich verbrannt wird, endet der Karneval mit diesem symbolischen Akt.

Der Veilchendienstag ist auch unter Fastnachtsdienstag oder Faschingsdienstag bekannt.

Aschermittwoch

Aschekreuz
Aschekreuz als Zeichen des Neubeginns nach der närrischen Zeit
© Czarnybez | Dreamstime.com
Mit dem Aschermittwoch endet die verrückte „fünfte Jahreszeit“, der Karneval, der Fasching.

Gleichzeitig beginnt für die Gläubigen die Fastenzeit vor Ostern mit einer Tradition: dem Aschekreuz. Diese Tradition geht zurück bis ins 10. Jahrhundert. Vom Priester gesegnete Asche wird am Aschermittwoch mit Weihwasser vermengt und dem Gläubigen ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet. Dies geschieht mit den Worten „Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wird“.

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Unterschiedlichste Traditionen in den verschiedenen Regionen

Je nach Region unterscheiden sich die Traditionen und Bräuche zum Karneval und dessen Ende am Aschermittwoch sehr. So wird zum Beispiel im Süden häufig am Dienstag oder Mittwoch eine (symbolische) Hexe verbrannt. Mancherorts wird dieser Brauch in Verbindung mit einem sogenannten Funkenfeuer zelebriert – oftmals erst am Sonntag nach Aschermittwoch. Die Traditionen sind hier sehr abwechslungsreich und oftmals überaus geschichtsträchtig.

Autorin: Alexandra Ingenpaß
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