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Blüten von Blumen, die man essen kann - eine Übersicht

Kräuter und Gemüse zum Essen kennt jeder. Doch auch Blüten von Blumen kann man essen. Auf dieser Seite werden Ihnen fünf Beispiele vorgestellt.
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Über Blüten

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Die Blüten der meisten Pflanzen sind optisch ein Hingucker. Doch nicht nur das, auch in der Hausapotheke, etwa in Form von Tees oder Salben, sind sie nicht zu unterschätzen. Und tatsächlich können die Blüten einiger der Pflanzen, die in unseren Breiten heimischen sind, auch eine interessante Ergänzung auf dem Speiseplan sein.

Ob Blüten von Gemüsepflanzen, von Blühpflanzen oder auch von Kräutern und Gehölzen – in der Natur sind viele Blüten zu finden, die auch für den Menschen genießbar und sogar gesund sind.
Doch hier gilt: Auf unseren Tellern sollten ausschließlich jene Exemplare landen, die wir eindeutig identifizieren können und bei denen wir sicher sind, dass sie problemlos zu verdauen und nicht giftig sind.

Dazu zählen zum Beispiel die folgenden Blüten.

Ringelblumen

Ringelblumen
Ringelblumen
Die Ringelblume (Calendula officinalis) findet sich in vielen unserer heimischen Gärten. Sie besticht vor allem durch eine Vielzahl der strahlend gelben Blüten, die jedoch nicht nur optisch überzeugen, sondern auch in der Heilkunde seit jeher einen festen Platz haben.

So hilft beispielsweise eine Salbe aus Ringelblumen gegen Hautverletzungen. Ihre positiven Eigenschaften in der Wundheilung können so unter anderem bei Ekzemen, Verbrennungen oder auch Akne eine gute Unterstützung sein. Zudem kann die Ringelblume gegen Magen- oder Darmbeschwerden eingesetzt werden und dabei helfen, zu hohe Fettwerte im Blut sowie Probleme mit der Leber zu bekämpfen.

Doch ihre Blüten werden auch gerne zu Tee verarbeitet oder finden in Salaten Verwendung. Einen besonders starken Eigengeschmack hat die Ringelblumenblüte zwar nicht zu bieten, dennoch ist sie eine wunderbare optische Ergänzung des Sommersalats oder der Kaltspeise.
Soll die Ringelblumen-Blüte ein warmes Gericht dekorieren, sollte dies erst kurz vor dem Servieren arrangiert werden, denn größere Hitze lässt die hübschen Blüten unansehnlichen werden.

Schlüsselblume

Die gelben Blüten der Schlüsselblume sind ein absoluter Hingucker und finden sich vor allem auf mageren Wiesen und in lichten Wäldern. Die Schlüsselblume (Primula veris) ist jedoch nicht nur optisch hübsch anzusehen, sondern dient durch ihren feinen Duft auch häufig als Basis für Parfum oder Raumdüfte.

In der Medizin ist die Schlüsselblume ebenfalls keine Unbekannte und wurde bereits im Altertum sowie im Mittelalter eingesetzt. So findet die Pflanze bis heute vor allem gegen Rheuma oder Gicht Verwendung, kommt aber auch als Mittel gegen Husten und Erkältungen Einsatz.

Doch auch ihr Geschmack ist nicht zu verachten: Ihr leicht süßlicher Geschmack kann vor allem Süßspeisen auf interessante Weise abrunden. Sowohl die Blätter als auch die Blüten der Schlüsselblume sind essbar.

Allerdings ist die Blüte der Schlüsselblume nicht in rauen Mengen zu genießen, denn sie kann Saponine enthalten, die den Magen reizen. Diese Saponine können, wenn sie korrekt dosiert werden, auch positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn schon kleinere Überdosierungen können zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Zudem sollte das Sammeln auf den eigenen Garten beschränkt werden: Die Schlüsselblume steht unter Naturschutz und das Sammeln in der freien Natur ist daher nicht gestattet. Daher sollten einige wenige der zarten Blüten als optisches und aromatisches Highlight für den besonderen Anlass ausreichen.

Vergissmeinnicht

Zu den nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch raffinierten Blüten zählen eindeutig die des Vergissmeinnicht. Das Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) steht in der Zeit von April bis Juni in voller Blüte und ist überall in der Natur zu finden. Die zarte Pflanze bleibt tatsächlich noch lange in Erinnerung, denn die vielen blauen Blüten der Pflanze sind ein Augenschmaus.

In der Heilkunde hat das Vergissmeinnicht vor allem in Form von Tee einen festen Platz. So soll ein Tee aus Vergissmeinnicht-Blüten sowohl beruhigend als auch entzündungshemmend wirken. Daher finden sich Vergissmeinnicht-Blüten häufig in entsprechenden Teemischungen oder auch Salben, die gegen Reizungen (etwa der Atemwege oder auch der Haut) helfen sollen.

Davon abgesehen eignen sich die Blüten des Vergissmeinnicht aber auch als Dekoration von Suppen und Salaten. Geschmacklich halten sich die kleinen Blüten eher im Hintergrund, machen jedoch jede Speise zu etwas Einzigartigem.

Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse
Kapuzinerkresse
Die pflegeleichte Kapuzinerkresse zieht alle Blicke auf sich, denn ihre Blüten erstrahlen in den leuchtendsten Farben. Diese Blütenpracht macht die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) jedoch nicht nur im Garten zu einem Highlight, sondern auch auf dem Teller.

Die Kapuzinerkresse zählt zu den wahrscheinlich bekanntesten essbaren Blüten und kann nicht nur optisch dazu beitragen, dass verschiedenste Speisen zu etwas ganz Besonderem werden. Die Blüten sind für einen würzigen, mitunter sogar etwas scharfen Geschmack bekannt und bieten sich vor allem als bunte Salatzugabe oder auch als Brotbelag an.

Die geschlossenen Knospen der Kapuzinerkresse werden zudem gerne als Ersatz für Kapern eingesetzt. Dazu werden diese in einer Brühe, bestehend aus Essig, Wasser und Salz, eingekocht. Diese „falschen Kapern“ können sich so, gut gelagert, sogar über Monate halten.

Zudem wird der Kapuzinerkresse eine gewisse Heilwirkung zugesprochen. So kann beispielsweise das Immunsystem von dem hohen Vitamin-C-Gehalt der Pflanze profitieren. Und auch eine träge Verdauung kann durch den Verzehr von Kapuzinerkresse in Schwung kommen.
Das in der Kapuzinerkresse enthaltende Senföl gilt zudem als besonders gesund, da es antibakteriell und entzündungshemmend wirkt und zugleich die Durchblutung fördert.

Löwenzahn

Löwenzahn
Löwenzahn
Der Löwenzahn hat in den meisten Gärten einen relativ schweren Stand. In aller Regel wird die Pflanze als Unkraut angesehen und daher zügig aus dem heimischen Garten vertrieben.

Tatsächlich steckt jedoch wesentlich mehr im Löwenzahn (Taraxacum), als wir denken. Denn die als „Unkraut“ bekannte Pflanze ist nicht nur essbar, sondern sogar überaus gesund. Im Grunde lässt sich die gesamte Pflanze, von den Blättern über die Blüte bis hin zu den Wurzeln, verwenden.

So stecken beispielsweise in den Wurzeln viele wichtige Cartinoide sowie Zucker und verschiedene Vitamine. Die Blüten sowie die Blätter bringen zudem viele Mineralstoffe mit, darunter verschiedene Spurenelemente und Kalium. Der Löwenzahn gilt daher nicht nur als schmackhaft, sondern auch als verdauungsfördernd und appetitanregend.

Pusteblume
Verblühter Löwnzahn: Pusteblumen

Zudem wird ihm eine harntreibende Wirkung nachgesagt, was ihn besonders bei Blasenentzündungen in Form von Tee zu einer natürlichen Unterstützung des Körpers macht. Die etwas herberen Blätter des Löwenzahns lassen sich nicht nur zu Tee verarbeiten, sondern können auch einem Salat das gewisse Etwas geben.

Die leicht süßlichen Blüten passen dagegen vor allem zu Süßspeisen, daher lassen sich aus ihnen beispielsweise auch hervorragend Gelee oder Sirup zaubern.

Autorin: Alexandra Ingenpaß
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