Menschgemachte Gründe für das Insektensterben

Leider ist der Mensch wohl der Hauptverursacher für den Tod vieler Insekten. Muss das wirklich sein? Hier erfahren Sie, was die Hauptgründe sind und was man dagegen tun kann.
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Auch ohne ein Experte für Insekten zu sein, fällt deutlich auf, dass heute deutlich weniger Insekten herumfliegen und krabbeln, als noch vor ein paar Jahrzehnten.
Dieser Rückgang ist deutlich zu spüren und er nimmt immer mehr Fahrt auf. Die meisten Gründe für das immense Insektensterben sind hausgemacht und die Konsequenzen enorm. Doch was ist schuld an dem starken Rückgang der Insektenpopulation und was können wir aktiv dagegen unternehmen?

Gründe für das Insektensterben – Menschgemacht und meist vermeidbar

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  • Lebensräume werden zerstört
    Gerade in Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten die industrielle Landwirtschaft stark zugenommen. Dies führt mitunter dazu, dass die Natur seiner Vielfalt in großem Maße beraubt wird. Weiden, Wiesen, Hecken und Feuchtgebiete verschwinden im Zuge der „Flurbereinigung“ und somit auch der Lebensraum vieler Tiere.
    Sowohl Wildtiere als auch -pflanzen leiden unter der so entstehenden strukturarmen Landschaft, so dass es viele Arten immer schwerer haben. Auch die immer intensiver werdende Forstwirtschaft trägt ihren Teil dazu bei, die wichtigen Lebensräume unzähliger Tiere und Pflanzen nach und nach zu verkleinern oder gar ganz verschwinden zu lassen.
  • Gifte aus der Agrarwirtschaft und ständige Überdüngung
    Vor allem Mais und Raps werden mittlerweile in enormen Maßstäben angebaut. Damit einher geht allerdings auch die rasante Vermehrung von Schädlingen. Für viele Bauern ist das „Allheilmittel“ hier Glyphosat. Dieses lässt im Prinzip all jene Pflanzen absterben, die nicht durch gentechnische Zucht so angepasst wurden, dass sie das Gift überstehen – und damit verschwindet auch die Nahrung für unzählige Insektenarten.
    Auch die häufig eingesetzten Nervengifte Neonicotinoide schaden den Insekten, indem sie etwa den Orientierungssinn von Bienen stören oder ihr Immunsystem angreifen.

    Kunstdünger und Gülle runden diese Problematik zusätzlich ab, indem sie sehr viel Stickstoff in die Böden einbringen. Auf diese Weise wird den Insekten im Boden sowie vielen Pflanzen Schaden zugefügt und das Insektensterben vorangetrieben.
  • Versiegelung von Böden und naturfeindliche Gärten
    Siedlungen, Straßennetze und Gewerbegebiete wuchsen in den vergangenen Jahren unaufhaltsam. Gut für die Wirtschaft, schlecht jedoch für die Umwelt. Unter Asphalt und Beton verschwinden Tag für Tag mehr Flächen und somit die Lebensräume wichtiger Insekten.

    Und auch private Gärten tragen zu diesem negativen Trend bei. Denn neben dem fragwürdigen Einsatz verschiedener Pestizide in Privatgärten ist auch die Gartengestaltung ein Aspekt, der für Insekten über Leben und Tod entscheiden kann.
    Sterile Steingärten, die unglücklicherweise in den letzten Jahren einen gewissen Trend erfahren durften, sind aus diesem Grund bereits in einigen deutschen Kreisen und Gemeinden verboten.

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Zum Schutz der Insekten: Was können wir tun und was tut die Politik?

Auch in der Politik ist mittlerweile angekommen, dass das Insektensterben enorme Auswirkungen auf uns und unseren Planeten haben wird, sollten wir nicht zügig etwas dagegen unternehmen. Daher hat die Bundesregierung beispielsweise das Aktionsprogramm Insektenschutz ins Leben gerufen, das entsprechende Maßnahmen zum Schutz der wichtigen Tierchen beinhaltet.
Darunter etwa die Pflege wichtiger Lebensräume, wie etwa Hecken, Blühwiesen oder auch Randstreifen von Gewässern.

Zehn Prozent der Agrarflächen sollen außerdem für Insekten neue Nahrungsquellen und Lebensräume bieten und entsprechend gehegt werden. Zusätzlich soll ein generelles Pestizidverbot die Flächen in entsprechenden Schutzgebieten zu sicheren Rückzugsorten für die Insekten machen. Die EU-Pflanzenschutzverordnung wird zudem entsprechend optimiert, um auch die Zulassungsverfahren für Pestizide zu verschärfen.
Des weiteren ist die Verwendung von insektenfeindlichem Glyphosat für Privathaushalte und die Verwendung auf öffentlichen Flächen bereits untersagt und wird auch in der landwirtschaftlichen Anwendung schrittweise abgeschafft.

All das sind wichtige Schritte zum Schutz der Insekten. Doch auch wir können, in kleinem Maßstab aber nicht weniger wichtig, unseren Teil zum Schutz der wichtigen Tiere leisten.

So können beispielsweise Insektenhotels für sichere Brutstätten sorgen. Wasserstellen im Garten helfen den Tieren durch heiße Tage und ein bunter, nicht „überpflegter“ Garten bietet allerhand Nahrung, so dass sich die kleinen Nützlinge wohlfühlen und vermehren. Beim Pflanzenschutz können wir zudem natürliche Varianten wählen und die für Insekten giftigen künstlichen Pestizide aus unseren Vorräten verbannen.

Auch beim Einkauf können wir viel tun: Bio-Produkte werden zum Beispiel natürlich angebaut, gedüngt und gepflegt. Auf diese Weise unterstützt der Bio-Anbau automatisch auch die Insektenvielfalt.
Und, wenn wir ehrlich sind, sind wir es den fleißigen Tierchen schuldig, sie zu schützen, denn ohne Ihre Bestäubung unserer Obst- und Gemüsepflanzen, könnten wir schon sehr bald nur noch über einen deutlich schmaleren Speiseplan verfügen.
Denn, trotz aller Technik und Tricks: Der Mensch könnte niemals die immense Arbeit leisten, welche die Insekten für uns übernehmen. Denn während Bienen und Co. im Akkord Gemüse und Obstpflanzen bestäuben, müsste der Mensch all diese Arbeit manuell erledigen – was vollkommen illusorisch ist.

Es lohnt sich also, auch den kleinsten und unscheinbarsten Tierchen in unserer Natur den Schutz zukommen zu lassen, den sie verdienen.

Autorin: Alexandra Ingenpaß
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